XING Ent- und Kontakten
30. Juni 2008 von Karsten Sauer
Ist das Ablehnen von Kontakten auf XING eigentlich verwerflich? Kann es ja eigentlich nicht sein, oder?
Klar - man stößt denjenigen auf eine gewisse Weise vor den Kopf. Aber wenn es nun doch so gar kein gemeinsames Thema gibt, das einen verbindet? Wirklich nicht. Ich müsste diese Kontakte mit einem entsprechenden Tag versehen, damit ich später nachvollziehen kann, warum sich dieser in meinen Kontakten befindet.
Und zum bloßen Kontakte sammeln bin ich nun nicht dort, auch wenn es bei der Zahl von 464 (Stand 30. Juni 2008, Beitritt openBC 12/2002) den Anschein erweckt. Es sind lediglich 24 dabei, die mich nach der Lektüre von FRA-MUC-FRA angesprochen haben und ‘nur’ daraufhin bei mir gelandet sind. Aber auch das sind für mich sehr positive Kontakte, über die ich gern beim Durchblättern meines Adressbuchs stolpere und mit denen ich zum Teil witzige Unterhaltung geführt habe.
Die restlichen Personen sind mir ansonsten größtenteils in der Tat persönlich bekannt. Sehr viele Ex-Kollegen von WEB.DE und Beratervolk sind darunter.
Allerdings habe ich begonnen, meine Kontakte in unregelmäßigen Abständen durch zu gehen und mich von solchen zu ‘trennen’, mit denen ich - wenn es nach mir ginge - keinen Kontakt mehr in der Zukunft haben werde. Das gestaltet sich in der Durchführung mitunter delikat, da manche dies komischerweise zeitnah feststellen und dann den Kontakt neu auf digitale Füße bei XING stellen wollen. Was sagt man da? Ob das andere wohl auch so oder so ähnlich machen?

Das ist natürlich so eine Sache… da war das Adressbuch aus Papier doch praktischer - keiner kann sehen, ob er noch drin steht, und wenn ein Kontakt sich verlaufen hat, kommt einfach der Radierer raus.
Grundsätzlich ist es ja schon mal richtig, alle möglichen Kontakte zuzulassen (siehe auch http://www.manager-tools.com/2006/05/building-a-network/). Man weiß ja nie, wohin der Wind einen treibt und was sich noch als nützlich erweisen wird.
Wenn Du die XING-Liste eigentlich nur entstaubst, damit Du Deine aktiven Kontakte auf einen Blick hast, dann bietet sich evtl. ein entsprechendes Tagging an (tags sind ja nur für Dich sichtbar). Für die aktiven Kontakte den Tag “aktiv”, für die eingeschlafenen Kontakte “eingeschlafen”. So kannst Du dann in Deinem Adressbuch mit einem Klick die beiden Kreise unterscheiden (und weiterhin nach den sonst vergebenen Tags suchen). Vorteil: Die Betroffenen wähnen sich weiterhin im erlesenen Kreis Deiner Online-Business-Kontakte, und Du hast trotzdem Ordnung im virtuellen Rolodex. Nachteil: Einmal müsstest Du durch die 464 Kontakte durchholzen - aber das kann ja auch eine spannende Revival-Tour werden…
Lass uns wissen, wie Du das Dilemma gelöst hast!
Gruß
Florian
Es müsste so eine Art Fade-Out-Funktion von Kontakten geben, die, wenn man nix dagegen tut, sie langsam verblassen lässt. Dann wäre Xing der Wirklichkeit näher.
Ich stehe aktuell vor exakt demselben “Kontaktproblem”. Habe mehrere Personen, die sich meine Kontakte schimpfen”, mit denen ich aber bisher kaum zu tun hatte - stammen meist noch aus der Anfangsphase, in der man sich schon fast euphorisch über jede Kontaktanfrage gefreut hat… und nun sind da lauter überflüssige Karteileichen.
Bin schon am Überlegen einfach tabula rasa zu machen… Aber die Gretchenfrage ist halt doch: schadet es wirklich, diese in den Kontakten zu behalten oder ist der Schaden nicht viel größer, wenn ich dieses Maybe-Vitamin-B kaltherzig rauswerfe?
Folglich schließe ich mich Herrn Hollender an: Lass uns wissen, wie Du das Dilemma gelöst hast!
So eine Art “Premium-Kontakt” ähnlich wie bei Facebook (dort mit extra Modul) wäre vielleicht was. Aber dann auch wieder die Gretchenfrage: Wo eine Trennlinie ziehen…. ;)
Liebe Karsten, ich mach es wie Du und “simplfy-e” meine xing-Kontakte ab und zu. Das tut gut!