Mamma mia
19. Juli 2008 von Karsten Sauer
Also, Ich bin kein ABBA-Fan. So gar nicht. Und Mamma mia habe ich demnach auch nicht gleich mit ABBA in Verbindung gebracht. Leider. Und so habe ich - mich an Much ado about nothing erinnernd - einverstanden mit der Filmwahl ausgesprochen. Der Shakespeare-Film war sehr sehr witzig und ab und zu kann man als Kerl ja auch mal einen Mädchenfilm ab ;-)
Aber dann wurde es kritisch: nach ein paar Sekunden der erste ABBA-Song. Das verhieß nichts gutes. To make a long story short: Meryl Streep ist gigantisch. Die kann alles spielen. Aber etwas ist in mir gestorben als Pierce Brosan angefangen hat zu singen. James Bond Darsteller singt. Das. geht. nicht. Das war grauenhaft. Das erinnerte mich an den Ausrutscher von Leonhard Nimoy (Mr. Spock). Ich hatte und hätte Brosnan noch gerne länger als exzellenten Bond in Erinnerung gehalten. Und dann das.
Ich habe mich an den Schock erinnert, als Ewan McGregor als Obi-Wan Kenobi ausgewählt wurde. Ich sehe den guten Mann noch in Trainspotting als Renton in einer Toilette nach einem Schmerzmittelzäpfchen tauchen. Obi-Wan taucht nicht in Klos! Er hat die Macht - er würde das Zäpfchen mit der Kraft seines Geistes aus dem Klo fischen. Ich weiß, die Reihenfolge und der Vergleich hinkt, aber der Punkt ist, daß Schauspieler einfach nicht beliebig irgendetwas spielen können ohne ihr Bild in den Köpfen (besonders in meinem) damit zu schädigen. Ich hoffe, der Schmerz lässt bald nach.

Danke für die Warung. Als Thomas Crown ging er mir noch durch - Mammamia werde ich dann wohl lieber meiden.
Wie gut, dass ich Brosnan als Bond eh nie leiden konnte. Da wird es mir große Freude bereiten, zuzusehen wie er sich total zum Affen macht ;-)
Freue mich schon auf den Film!
Ein singender Bond geht in der Tag ueberhaupt net! Eigentlich finde ich Abba ziemlich gut … aber die Vorschau des Films schreckt mich eher ab.
Aaaaalso, jetzt habe ich den Film auch gesehen - und wie ich es schon erwartet hatte - ich habe mich herzlich amüsiert!
Ja, ich gebe dir recht: Bronsan ist eine totale Katastrophe! Er kann weder Singen noch Tanzen (dieses Kostüüüüüümmmmm *brüller*), aber das mit einer Ernsthaftigkeit und einer Überzeugung, dass es einem das Zwerchfell zerreißt.
Das nenne ich wirklich große Schauspielkunst, sich so zum Affen zu machen und dabei auch noch auf die Bewegung des linken Augenlids zu achten (The winner takes it all …). Ganz riesig großes Kino.
Und wenn schon nicht wegen Paillettenplunder und Achselschweiß, dann lohnt sich der Film alleine dafür, mal wieder daran erinnert zu werden, dass es Orte (Inseln) auf dieser Welt gibt, die so atemberaubend schön, wie die auf der der Film tanzt. Und dass es neben Streß udn Arbeit und Geld auch noch ein Lachen und Musik gibt.
So ;-)