Social Zwiebel

In den letzten Tagen kontaktierte mich jemand bei Facebook, den ich vom Namen her für einen ehemaligen Kollegen gehalten habe. Aus diesem Grund habe ich die Anfrage sofort bestätigt und dann festgestellt, dass es ein Namensvetter des Kollegen ist, den ich frisch bei Twitter in meinen Kontakten habe.

Etwas in mir hat sich da für einen Moment gesträubt (aber nur einen Moment) und mich dazu gebracht, über meine Aufstellung in Sachen Social-Networks nachzudenken, insbesondere darüber, nach welchen Kriterien ich welche Kontakte auf welcher Plattform pflege.

Heraus dabei kam soetwas wie meine persönliche Social Zwiebel. Viele Schichten von aussen nach innen. Ganz aussen, die losen Kontakte und ganz innen die persönlichen. Und da das Schreiben wunderbar Gedanken sortiert und strukturiert gleich mal ins Blog damit.

Von außen nach innen:

Blogkommentare

Das ist so die loseste Form der Bindung (was für ein Wort!). Die äußerste Schicht der Zwiebel. In meinem Blog schauen Fremde vorbei, lesen oder nicht, und hinterlassen manchmal Kommentare. Aber auch Freunde treiben sich hier herum. Das spart bei persönlichen Zusammenkünften mitunter viel Zeit, da man nicht alles von vorn erzählen muss, sondern viel aus dem Blog bekannt ist.

Twitter

Die Schar der Folger und Verfolgten ist permanent im Wandel. Zwar habe ich bei den von mir Gefolgten einen harten Kern an Leuten, die ich nicht mehr hergebe, darüber hinaus kann sich die Zusammensetzung aber wöchentlich ändern.  Und diejenigen, die mir folgen machen eh, was sie wollen. Das ist ja das schöne bei Twitter. Alles kann, nichts muss. Viele kenne ich aber z.T. schon sehr lange und persönlich.

XING

Bei XING nehme ich nur Kontakte auf, mit denen ich zumindest schon einmal privat oder beruflich zu tun hatte. Ausnahme sind einige Leser von FRA-MUC-FRA, die mich gern in Ihren Kontakten haben wollten. Zumindest wissen diese Kontakte so einiges über mich, andersherum zum Teil ja meistens eher nicht.

Facebook

Bei FB nehme ich nur Kontakte an, die ich zumindest einmal persönlich getroffen habe, und deren Updates mich wirklich interessieren. Das ist quasi eine geschlossene Gruppe. Ende letzter Woche habe ich auch hier mal aufgeräumt und ein paar Kontakte entfernt.

Persönlich

Zu Guterletzt sind da natürlich die persönlichen Kontakte. Und manchmal sickern die Kontakte, die im Blog oder auf Twitter angefangen haben direkt bis auf diese Ebene durch, was sehr cool ist. Dabei kann ich mich zum Glück auf eine gesunde Menschenkenntnis verlassen – hat mich bislang nicht enttäuscht.

  5 comments for “Social Zwiebel

  1. ad
    3. März 2009 at 13:19

    Bei Facebook muss ich auch dringend mal aufräumen. Da habe ich anfangs wirklich jeden aufgenommen, der mich angepingt hat.

    Jäger und Sammler, weiste Bescheid…

  2. Pam
    3. März 2009 at 13:35

    Zweifelsohne müsste ich in allem Mal aufräumen aber vom Grundprinzip sind das bei mir eher sich überschneidende Kreise. Es gibt keine Schichten sondern alles existiert parallel nebeneinander, auch ohne Gewichtung (Wenn man jetzt mal die persönlichen Kontakte außen vor lässt). Ich habe in jedem Kreis Menschen die mich mehr und weniger interessieren und die, die in mehreren Kreisen sind, sind im Normalfall die, die mich am meisten interessieren.

  3. 3. März 2009 at 15:00

    Lieber Ivan, Deinen Artikel finde ich (mal wieder) toll. Nicht nur, dass er gut geschrieben ist; auch die Idee mit der Zweiebel ist klasse: schöne Metapher und die Sortkriterien haben was: Ich bin selbst manchmal mit mir am hadern. Hab einen schönen Tag! Sabine

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