Was followen (nicht) bedeutet

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Posted 04 Mai 2009 in Allgemein, Twitter, Webwelt

Entfollowen TwitterSich auf Jemandes Fersen bei Twitter zu begeben – ihm zu ‘followen’ bedeutet nicht, dass man Ringe tauscht (‘…bis dass der Tod euch scheidet!’), dass man zusammenzieht (und demnach zumindest mal bescheid sagt, bevor man auszieht) und auch nicht, dass man ein Problem mit dem jenigen hat, den man dann – um Himmels Willen! – wieder entfollowed!

Manchmal ist es einfach so, dass man sich auf jemandes Fährte gestürzt hat, weil derjenige einen Tweet verfasst hat, der einem aus der Seele spricht. Manchmal ist es einfach ein Twitter-Nick, der einen angesprochen hat und ja, manchmal ist es einfach ein nettes Bild, das einen den Follow-Button klicken lässt.

Was folgt daraus? Die Schlussfolgerung ist, oder sollte zumindest sein, dass man nicht gekränkt, betrübt oder auch nur irritiert sein sollte, wenn jemand eines Tages beschließt den Ent-Follow-Button zu klicken! Manche haben sich, um dieses Ereignis auch auf jeden Fall mit zu bekommen bei Quitter registriert. Das habe auch ich Anfangs getan. Ich habe es aber auch nicht vermisst, als es dann monatelang gar nicht erst funktionierte. Und ja, ich gebe zu, als ich dann auf einmal in einem großen Rutsch -zig-Entfollowed-Mails bekam dachte ich mir schon beim einen oder anderen: Schade eigentlich – ich dachte, wir wären… Na, was denn eigentlich? Dazu mehr an anderer Stelle.

Jedenfalls kommt es vor, dass ich Leuten auf Twitter von der Fährte springe, weil ich beim hektischen Überfliegen ‘meiner’ Timeline einige auf jeden Fall lesen will, wo hingegen ich andere bei diesen Gelegenheiten überspringe. Und wenn sich dieses Hinterherhecheln wiederholt räume ich meine Timeline einfach mal auf.

Und nach einer Weile merke ich oft, dass mir Leute, die ich ent-followed habe dann nach einer Weile doch wieder fehlen und ich nehme sie wieder herein. Was ich dabei nicht bedacht habe war, dass die sich zum Teil durch das Entfollowen offenbar  so getroffen gefühlt haben, dass sie mir dies wirklich übel nehmen, was sich in seltsamster Form äußert.  Nunja.

Zusammenfassend kann man sagen: Twitter ist für manch empfindsames Gemüt wohl etwas zu … sagen wir: dynamisch. Was sehr schade ist. Man weiß es nie vorher und manchmal ist es zu spät, wenn man es feststellt.


25 Comments

  1. Guter Text, Herr Cousin. Muss ich morgen mal verlinken.

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  2. Ja, sehe ich auch so. Twitter ist eben nur ein Kanal, mein Kanal bzw. dein Kanal. Wie dieser eben auszusehen hat, bestimmt jeder für sich selbst. Auch wenn das sehr öffentlich geschiet, sollte man auch das Ent-Followen nie persönlich nehmen.

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  3. Ihr seid alle Herzlos *sniff*

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  4. Mir macht das nix aus wenn jemand den entfollow Button drückt. Auch ich mache es manchmal – wenn ich sehe, dass monatelang nichts kam, oder monatelang nur Unsinn kam, oder monatelang was weiß ich was kam. :-)

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  5. Vielleicht ist manchen auch einfach das Guten-Morgen und Gute-Nacht-Gezwitscher zu viel ;-)

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  6. Wahrscheinlich liegt der Grund für dieses Verhalten in der gedanklichen Verbindung zu den Freundeslisten der sozialen Foren.
    Viele setzen “Freund” und “Follower” gleich. Wird man dann “entfollowed”, so entsteht die perfide Gedankenkombination, dass einem nun die Freundschaft gekündigt wurde.
    Zack! schon ist die Depression da. Hilfe, Herr Doktor. *grins*

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  7. Ein sehr guter Artikel, der meine Meinung zum größten Teil in Bezug auf die Thematik wiedergibt.

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  8. @pepino Guten-Morgen und Gute-Nacht-Gezwitscher gehört für mich in die Kategorie ‘Soziales’ und ist somit auf Twitter absolut angebracht. Ich gehe ja morgens auch nicht knurrend durch das Büro, sondern grüße so freundlich es mir die frühe Uhrzeit erlaubt.

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  9. Wie kann man eine “Ich kann Dein dämliches Gesabbel nicht länger ertagen!”-Aktion wie das Unfollowen nicht persönlich nehmen? Obwohl ich natürlich weiß, daß es Leute gibt, die überhaupt beim Followen etwas laxer sind als ich. Ich versuche das durch eine sehr gezielte und überlegte Auswahl schon zu minimieren.

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  10. @Franky
    >Viele setzen “Freund” und “Follower” gleich.
    Da genau rächt sich dann die Einfachheit von Twitter. Aber ich hielte trotzdem für falsch, wenn man anfangen würde, hier eine Abstufung zu etablieren von ‘loser Kontakt’ über ‘Bekannter’ bis zu ‘Freunden’. Twitter muss im Kern so einfach bleiben.

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  11. Höre oder lese oft: “Twitter ist mir zu stressig” oder “zu schnell”. Man darf nur nicht den Fehler machen zu denken, dass man immer dabei sein und alles mitbekommen muss. Bei Twitter zählt der Augenblick, Ausprobieren, Erfahrung sammeln, mal irgendwo rein schauen, und wieder gehen, wenn es doch nicht ganz das ist, was zu einem passt. Das macht Twitter doch gerade aus.

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  12. @Karsten: Natürlich kann man das so sehen wie Du, aber ich habe für mich eben definiert, daß ich das nicht zwingend brauche. Wenn es mal nebenbei passiert, okay. Kein Problem. Aber wenn sich ein Twitterer, dem ich folge, hauptsächlich damit beschäftigt, seine körperlichen Befindlichkeiten und/oder Schlafgewohnheiten zu posten, dann nehme ich mir das Recht heraus, diesen evtl. zu entfollowen. Und dabei fühle ich mich dann sicherlich nicht schlecht.

    Ich sehe das locker…

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  13. soophie

    ich weiß nicht mal wie viele Leute mir folgen. Daher vermisse ich nur selten Follower. Ich freu mich über jeden, der mich lesen will und bin erstaunt, wenn fremde Menschen wirklich wissen wollen, was ich den ganzen Tag so treibe.

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  14. Gutes Thema!

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  15. Alles nicht so heiß! Ein Radiomoderator springt auch nicht aus dem Fenster, wenn ein Hörer abschaltet. Wer´s persönlich nimmt, ist selber schuld.

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  16. @Prinz Rupi: Großartiger Vergleich!

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  17. Pam

    Grundsätzlich meine Zustimmung zu der Follow- und Entfollowsache.
    Allerdings mit einer kleinen Einschränkung. Es gibt ein paar Leute die ich schon vor Twitter kannte, sehr gut und persönlich. Und sollte es einem von denen einfallen mir nicht mehr zu folgen, wäre ich durchaus geneigt überzureagieren. Zum Glück tun die sowas nicht ;-)

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  18. Richtig!

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  19. Auf jeden Fall!

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  20. Wie jetzt? Die 100 Typen, die mir auf Twitter folgen, wollen mich gar nicht heiraten? Na so was aber auch. ;)

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  21. Der Artikel spricht mir aus der Seele.
    Bevor ich Seesmic hatte, habe ich mal “zu gründlich” aufgeräumt, nun kann ich gut sortieren, es ist übersichtlich, da habe ich einige “wieder” verfolgt. In einem Fall wurde mir mitgeteilt, dass man traurig war und sich gefragt hatte warum…. Das ist doch wirklich zu anstrengend, ich habe viele Fenster in meiner Wohnung, muss ich nun jeden Tag aus jedem rausgucken, damit keines traurig ist? (oder ist das ein blöder Vergleich?)

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  22. Sobald Du mir nicht mehr folgst, lade ich ein freundlicheres Bild von mir hoch :-) Nee, natürlich nicht… Der böse Blickt bleibt ;-)

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  23. @Mario Das wäre es fast wert gewesen, aber ich wäre Dir dann ganz still und heimlich wieder in ein paar Tagen auf die Fersen! ;-)

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  24. Quak, es kommen für mich noch die Leute dazu, die ich vielleicht eigentlich mag, vielleicht sogar persönlich kenne, aber deren Tweets Themen betreffen, die mich nun überhaupt nicht tangieren. Schließlich gibt es noch andere Kommunikationsformen.

    Übrigens, der Kommentar vom 20.05. 13:56 Uhr ist nicht von mir, das war ein Witzbold, der (mit defekter Domainbezeichnung) überall solche Kommentare hinterließ. Der hat auch andere Blogbetreiber damit “beglückt”, daß er in deren scheinbarem Namen überall solche nichtssagenden Kommentare abkippte.

    Gruß, Frosch (die echte) :-)

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  25. hoerbarsidekick

    Gut gesagt.

    Was da fehlt ist eine Funktion zum kurzfristigen ausblenden von Accounts odre vielleicht noch einfacher zum Flaggen für gelesene Tweets, die man nicht mehr in seiner Timeline braucht.

    Was man z.Zt dagegen machen kann ist sich Listen zu bilden – privat z.B. – und dort die hereinzupacken, die man gerade am Wickel hat.

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