Hasi, where are you?

location_lindauIch bin schon oft von Mitmenschen angesprochen worden, warum ich denn so viel über Twitter von mir preis gebe. Das ginge doch keinen was an. Und dass ich großherzig mit der Information umgehe, wo ich mich nun gerade befinde befremdet diese Menschen noch mehr. Ab einer gewissen Anzahl skeptischer Blicke überdenke ich so etwas dann gern selbst noch mal. Gesagt, gedacht und komme zum selben Ergebnis wie zuvor:

1. Was ich twittere, ist sehr bewusst gewählt. Wer glaubt, mich aufgrund meiner Tweets persönlich zu kennen, der irrt. Ich habe eine recht genaue Grenzziehung bei den Inhalten meiner Tweets. Und die Ausnahmen, die ich dabei mache sind wohlüberlegt und dienen mir zum Lernen, wie das Miteinander im Netz zwischenmenschlich funktioniert.

2. Meinen Aufenthaltsort zu veröffentlichen hat m.E. erst einmal nur Vorteile. Follower haben eine recht genau Vorstellung, wann ich mich wo herumtreibe und so entstehen zum Teil recht witzige, wenn man so sagen will Location-based-Konversationen bis hin zu spontanen Tweet-ups. Und Letzteres macht die Offenheit was meinen Aufenthaltsort betrifft so interessant. Ich freue mich immer wieder, meine digitalen Bekannten und Freunde im echten Leben zu treffen. Das macht es erst richtig spannend! Drum mag ich z.B. die pl0gbars so gern.

Gestern habe ich z.B. @oliverg zufällig am Hbf in Stuttgart getroffen und wir sind gemeinsam unter unablässigem Geek-Geschnatter bis Ulm gereist, wo sich unsere Wege leider schon trennten. Schöne Aktion, aber wieviel netter wäre es noch, wenn man diese Zusammenkünfte gezielt herbeiführen könnte? Sicher, es gab schon viele Ansätze von Dopplr über Brightkite, aber worauf ich heute aufmerksam gemacht wurde und als manischer Adopter gleich installiert habe könnte wirklich den nächsten Schritt bringen: Hey Where are You. Mal schauen, wie es sich angeht. Ihr findet mich dort unter mail[ätt]sauerspace[dott]com

Ina mit KeuleDas einzige Risiko, das ich dabei sehe ist zum einen eines Tages von einer Stalkerin aufgelautert zu werden, was bei meinem vorbildlichen Lebenswandel und meinem reinen Herz fast ausgeschlossen ist und zum anderen, dass mich Ina aka @bumgirl irgendwann am Frankfurter Hauptbahnhof abpasst, um mir die Sammelrechnung für mein #offenbashing mit dem Baseballschläger zu servieren.  Die Eintrittswahrscheinlichkeit für letzteres halte ich übrigens für deutlich höher als für ersteres. Und da Ina eine ganz eine liebe ist, ahnt ihr wie gering ich die Risiken von HeyWAY und co. einschätze.

In diesem Sinne. Meet you there!

  2 comments for “Hasi, where are you?

  1. Ina
    19. Juni 2009 at 12:40

    Sehr schön geschrieben, ganz meiner Meinung. Und ich verspreche dir, wenn du mir ein handsigniertes Buch von dir schenkst, verhaue ich dich auch nicht mit meinem Baseballschläger.

    Gruß, @bumgirl aka Ina :)

  2. ad
    19. Juni 2009 at 14:21

    Das „Geek-Geschnatter“ erinnert mich an unser letztes Meeting. Komisch beäugt worden sind wir…

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