Heute morgen gab es gleich 2 Nachrichten, die mich sehr nachdenklich gemacht haben.
Zum einen die Kommentar-Katastrophe im Vodafone-Blog, die Tapio sehr schön zusammengefasst hat, hierbei den Begriff ‘Astrosurfing‘ gelernt. (Update: Gerade darauf aufmerksam gemacht worden, dass es ‘Astroturfing’ heißt. Schade, ich fand das mit dem Sternensurfer viel blumiger) Diese Aktion hat mir einmal mehr bewusst gemacht, dass das Internet in all seiner Offenheit eben auch Platz für bösartige Menschen bietet und ihnen darüberhinaus ganz neue Möglichkeiten zum Anrichten von Schaden bietet. Sicher hat sich Vodafone mit seiner Kampagne bewusst der Kritik insbesondere der Internet-Gemeinde (wie sie immer so schön genannt wird) ausgesetzt, aber die scheinbar von den Schädlingen angewandte Methode ist perfide, einfach unter aller Sau! Und dagegen wehren kann man sich auch nur bedingt. Der guten Ordnung halber muss ich das ‘scheinbar’ noch einmal betonen, denn bewiesen ist nichts – was leider auch mit den Eigenarten des Internets zu erklären ist.
Fazit: Aufmerksam bleiben und möglichst wissen, was man im Internet tut. Sicher ist man nie, aber man sollte zumindest wissen, worauf man sich beim Twittern, bloggen etc einlässt.
Die andere Nachricht handelte von E-Books, die Amazon von den Kindles ihrer Kunden gelöscht hat. Dies geschah scheinbar rechtmäßig, weil Amazon wohl beim Thema Rechte geschlampt hat. Aber der direkte Durchgriff auf das Endgerät des Kunden ist dann doch etwas erschreckend.
Fazit: Das kleingedruckte manchmal doch lesen
































Endlich mal sachlich an die Sache rangegangen.
Ja, ein wichtiges Lehrstück ist der Vodafone Vorfall allemal. Da bin ich 100% bei Dir. Aber Du unterstellst den Kommentarschreibern eine böse Absicht.
Wäre es nicht möglich, dass die Kommentare den einfach nur dämlichen Blogpost persiflieren wollten und die Blogosphäre dann viel zu viel rein interpretiert hat (Verschwörungstheorien sind dann ja immer schnell)?
Um es mit Grzimek zu sagen: Der Mob ist ein possierliches Tierchen mit äußerst scharfen Zähnen. Er treibt sich gerne unkontrolliert im Internet herum und ist äußerst unberechenbar.
@stefan Hmm. Nicht auszuschließen. Ich sehe da 3 Möglichkeiten: Astrosurfing (unwahrscheinlich), Soetwas wie Sabotage (schon eher) und eben die Persiflage. Letzteres finde ich persönlich nicht sonderlich wahrscheinlich, dafür sind die auffälligen Kommentare zu tapsig formuliert. Bleibt mir als persönliche Einschätzung die Sabotage.
@karsten
Tapsig formuliert? Das ist doch der Blogpost auch, oder findest du nicht?
Original Zitat:
“Seit drei Monaten habe ich ein neues Handy, das HTC Magic mit Internetanschluss. Tolles Ding, mit wenig Knöpfen dran, das ist äußerst praktisch.”
Das muss doch 1:1 von einem “Sendung mit der Maus” Beitrag abgeschrieben sein ;-)
http://www.witz.de/sounds/sounds/maus.au
@stefan Absolut! Den Post – selbst wenn er authentisch und wohlgemeint ist – so ans Tageslicht zu lassen ist schon mutig. Da hätten die Strategen fast gut daran getan etwas Begeisterung rauszukürzen. Aber da wird es schon wieder kritisch in Sachen Authentizität, wenn man seine Begeisterung künstlich zurücknehmen muss, um im Bereich des leicht glaubwürdigen zu bleiben. Trauriges, blödes Spiel ist das! Habe heute viel über Dynamiken und Gruppenverhalten gelernt.
Hallo Stefan, danke für Deinen mutigen Bericht. Man muss schon gewaltig aufpassen, was man im Netz an Informationen preisgibt. Habe weder ein Twitter noch ein Facebook Konto. Und auch bei den Social Boomarkdiensten halte ich mich zurück.