Erstaunlich

mosaic_aussschnittSorry, auf Twitter gerade den falschen Link gepostet. Der hier war gemeint: http://bit.ly/afbUfp

Wann immer ich die Timeline eines anderen Twitter-Users sehe oder etwas aus dessen Timeline erzählt bekomme fällt mir etwas Bemerkenswertes auf: Da diskutieren wir bei allen möglichen Gelegenheiten on- wie offline fleissig über Retweets, @replies, followen/entfollowen und all die Dramen, die sich so auf Twitter abspielen. Und alle haben wir dabei im Grunde den selben Hintergrund.

Aber auch nur im Grunde, denn: Jede Timeline, die sich ein User zusammengestellt hat ist absolut einmalig – so wie der Twitterer selbst. Timelines wachsen über Wochen, Monate Jahre und sind in der Regel permanent in Bewegung – neue Followings, spontane Entwollow-Maßnahmen. Und die Zusammenstellung derer, denen man folgt ist dabei höchst unterschiedlich. Der eine wählt primär nach Regionalität aus, der andere folgt seiner Clique und deren Verästelungen. Andere wiederum folgen im Wesentlichen Popstars oder Branchengrößen, wenn er eher beruflich twittert.

Manche trauen sich nicht irgendwem zu entfollowen, müllen dadurch ihre Timeline zu und verlieren so den Spaß am Twittern, andere haben feste Regeln, wiederum andere denken gar nicht darüber nach und mischen sie täglich neu auf.

Wisst ihr was ich meine? Bei den Methoden sind wir uns alle einig, wenden sie aber jeder auf andere Timelines an!

Interessant wird es, wenn sich die Timelines teilweise überlappen, was quasi unvermeidbar ist, weil es einfach ein paar Twitterer gibt, denen fast jeder aktive Twitterer folgt. Je näher einem die Person in Sachen Freundeskreis, Regionalität oder Branche steht, desto mehr gemeinsame Folloings hat man – was ja auch bedeutet, dass man Konversationen des anderen mit dem gemeinsamen Kontakt mitbekommt (von daher gar kein schlechter Effekt die vielgeschmähten Umstellung der @reply-Filterung durch Twitter). Retweets tun ihr Übriges. Und letztlich

Und – Achtung, jetzt wird es philosophisch – Jeder ist ein Teil der Timeline eines Anderen!

All das vorangestellt finde ich es erstaunlich, dass trotz all dieser unterschiedlichen ‚Rohstoffe‘ all die Mechanismen für alle von uns gleich funktionieren. #wolltichmalgesagthaben

  3 comments for “Erstaunlich

  1. 16. Oktober 2009 at 10:56

    Twitter ist ein Phänomen, welches ich mir nicht mehr versuche zu erklären ;).

  2. 4. Februar 2010 at 13:50

    Sach ich doch: „Twitter ist, was Du draus machst“!
    Wie sich alle da so reinstressen können, ist mir allerdings wirklich ein Rätsel. ;)

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