Vorstellungsrunde beim BarCamp – Jammern auf hohem Niveau

bcmzJammern auf hohen Niveau? Ja, klar!

Nach schon wenigen BarCamps kristallisiert sich ein gewisser Anspruch an die Veranstaltungen heraus – einfach weil sie auf hohem Niveau sind – man wird verwöhnt. Und dieses wollen wir ja wohl bitte halten, oder? So war auch das BarCamp Mainz auf sehr hohem Level, organisatorisch wie inhaltlich! Großes Kompliment erst einmal dafür. Umso mehr fällt es dann auf, wenn es bei einzelnen Dingen hakt. Aber da wir gemeinsam die Veranstaltung stetig besser machen wollen (nur auf Niveau halten wäre schade) finde ich es durchaus berechtigt, Dinge anzusprechen, die sich bei anderen BC bewährt haben und dieses mal unterlassen wurden.

Beim BarCamp Mainz war es konkret die Vorstellungsrunde, die mir sehr gefehlt hat. Schon beim Sichten der Agenda vorab tauchte sie nicht auf, was ich für einen Schusselfehler beim Niederschreiben hielt. Letztlich wurde sie der Sorge um den planungsgerechten zeitlichen Ablauf geopfert. Aber es wäre nicht das erste BarCamp gewesen, das dann einfach den Vormittagsablauf um eine Viertelstunde verschiebt und das mit ausreichendem Puffer in der Mittagspause kompensiert.

Zwar bin ich selbst immer sacknervös, wenn das Mikrofon seinen Weg zu mir findet, trotzdem schätze ich die Gelegenheit sehr, andere Menschen aufgrund der wenigen Worte, mit denen er sich vorstellt (3 Tags – Stichworte) ein wenig einschätzen/einstufen zu können. Wer seine Tags mit Bedacht wählt lässt z. B. Motivation, Branche oder Spezialisierung erkennen was das frühe gezielte Ansprechen ermöglicht. Über denselben Kontakt erst zufällig durch die Wahl des Platzes beim Mittagessen oder bei der Feedbacksession zu stolpern fände ich zu spät und eine absolute Verschwendung!

Das Thema habe ich bei @flocke schon mal kommentiert.

Mein üblicher Rückblick auch mit Kommentaren zu den Sesslons folgt noch.

  10 comments for “Vorstellungsrunde beim BarCamp – Jammern auf hohem Niveau

  1. 30. November 2009 at 15:14

    Zwar bin ich nicht beim Barcamp in Mainz gewesen, aber ich habe auch das Gefühl, dass die Unsitte, bei der Vorstellungsrunde Zeit einsparen zu wollen, allgemein bei den Barcamps um sich greift. Was ich für einen schlimmen Fehler halte.

    Wie du schon ganz richtig geschrieben hast, ist es gerade für den Networking-Gedanken und einen informellen Austausch unter Experten bzw. thematisch Interessierten absolut wichtig, zu wissen, welche Fachgebiete bzw. Interessen die Anwesenden haben. Und das geht ohne eine Vorstellungsrunde schon mal gar nicht. Zudem ist es unerlässlich, dass man auch das Gesicht von den sich vorstellenden Menschen sieht. Wenn ich nur einen Namen und die drei Tags via Mikrophon höre und sie keinem, später ansprechbaren Gesicht zuordnen kann, dann nutzt mir das auch kaum etwas.

    Also, liebe Barcamp-Oranisatoren: Gebt der Vorstellungsrunde den zeitlichen Raum, den sie braucht und seht zu, dass man auch alle sich Vorstellenden wirklich sehen kann. Sonst verliert so ein Barcamp einen seiner wichtigsten und es gegenüber einer schnöden Konferenz aufwertenden Bestandteile.

  2. Tom
    30. November 2009 at 16:21

    Vielen Dank für euer Feedback und das grundsätzlich positive Feedback. Jammern auf hohem Niveau erträgt man gerne. ;)

    Das Thema Vorstellungsrunde ist gerade bei so großen Camps wie wir es eines waren ein organisatorisches Problem, das man nicht so ohne weiteres lösen oder wegdiskutieren kann. Ich hab das hier mal vorgerechnet: http://www.humanizedinterface.de/2009/11/barcamps-und-vorstellungsrunden/

    Was wäre euer Vorschlag? Mit der Vorstellungsrunde am Tag vorher beginnen? Länger in den Abend hineingehen? Weniger Sessions?

    • 30. November 2009 at 16:52

      @Tom Ganz einfach: Vorstellungsrunde unbedingt durchführen, dabei aber nach ausufernden Vorstellungen (mit zweitem Mikro) auf die Soll-Kürze hinweisen! :-)

  3. 30. November 2009 at 16:51

    Ich muss dir recht geben, die Vorstellungsrunde ist absolut wichtig und sollte nicht weggelassen werden.
    Leider musste ich auch bei unserem Firmen Barcamp feststellen, dass diese weg gelassen wurde. Gerade da konnte ich es nicht verstehen. Vermutlich lag es an den 250 Teilnehmern.

  4. 17. Dezember 2009 at 23:25

    Vorstellungsrunde skaliert bis etwa 350 Leute (BC MUC 2).
    Insofern seh ich 350 als max. für Camps ;)

    Diverse Camps in BAWü beweisen, dass man auch einfach pünktlich anfangen kann statt auf die zu warten die 11:30 kommen oder am Abend vorher Saufen waren (bezieht sich explizit nicht auf bcmz, wo ich ja nicht war). Mich hat es angeätzt dass ich für manche Camps um 7:30 aufstehe, damit ich um 9 zum Frühstück da bin und genug quatschen kann bevor es losgeht und dann gewartet wird ‚bis genug da sind‘.

    Und:
    BC London limitiert auf 250, wer da rein kommt ist so happy dass er auch kommt ;)

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