Freiwillig zahlen für Content – Wird das fliegen?

Meine Euros für Deinen Content? Na, da bin ich ja mal gespannt. Seit kurzem stolpert man immer wieder über die Stichwörter Flattr und Kachingle. Das Prinzip ist einfach: Statt in einen saftigen Döner zu investieren packe ich das Geld dafür, sagen wir €3,50 beiseite, bzw. auf eine der Plattformen. Und wenn ich dann auf Websites und Blogs unterwegs bin verteile ich per geldwertem Like-Button diesen Betrag auf die Seiten, denen ich gern Aufmerksamkeit und mit diesem Mechanismus Geld zukommen lasse. Deshalb habe ich hierfür auch  noch einmal die Gießkanne als Visual für diesen Post verwendet, denn hier passt das Bild wirklich!

Mein erster Gedanke war: Das macht als Blogger genau einmal, und wenn man nach einem Abrechnungszyklus feststellt, dass man draufzahlt lässt man es wieder. Wenn man mit einem Plus heraus geht macht man weiter. Und ob reine Konsumenten freiwillig Geld für Content-Produzenten spenden? Ich denke, das werden nur sehr wenige tun.

Ob ich diese Woche auf meinen Döner verzichten sollte? Würde mir eh mal ganz gut tun. Wie schaut’s aus – hat ihr damit schon Erfahrungen gemacht? Was denkt ihr über den Ansatz?

Update 19.05.2010: Ich probiere das jetzt mal aus. Mal schauen, wie es sich so angeht. Der Sauerstoff ist jetzt flatterbar!

  10 comments for “Freiwillig zahlen für Content – Wird das fliegen?

  1. 18. Mai 2010 at 08:36

    Ach das läuft doch wieder wie gehabt: die grossen Blogs (die eh schon ihre ständigen Einnahmen durch Werbung & sonstwas haben) verdienen dran, die kleinen krebsen mit ein paar Cent im Monat durch die Gegend.

  2. Mario
    18. Mai 2010 at 08:38

    Nüschd. Davon halte ich absolut nüschd!

    Und wenn mich dann doch mal das Bedürfnis überkommen sollte, jemanden materiellen Dank auszusprechen, gibt es genügend Möglichkeiten (PayPal, Wunschlisten bei Amazon, etc.)

    Vor allem glaube ich nicht, dass so ein Dienst recht bald die kritische Masse erreichen wird…

  3. 18. Mai 2010 at 08:44

    Lieber Matthias,

    das sehe ich ein bisschen anders, aber ich denke vielleicht auch blonder als andere. ;)

    Meine Meinung: Das ist doch eine schöne Gelegenheit, gutem Content endlich eine messbare Wertschätzung entgegenzubringen. ICH würde das tun, sehr gern sogar. Und ich würde es sogar vorrangig bei den „kleinen“ Blogs tun, von denen ich weiß, da kommen keinerlei Werbeeinnahmen rein. Weil ich finde, dass speziell diese „kleinen“ Blogs oft mit absolut großartigen Inhalten glänzen.

    Ich bin dennoch gespannt, wo das hinführt und wie hier die anderen Meinungen sein werden. Sagt doch alle mal was!

    Liebe Grüße
    Lilian

  4. 18. Mai 2010 at 09:00

    Tja Lilian, das von dir wären dann wahrscheinlich die paar Cent für die kleineren Blogs die ich angesprochen habe.
    Ich lasse mich gerne eines besseren belehren, und wäre auch froh, wenn die kleinen ein grosses Stück vom Kuchen abbekommen.
    Aber dazu wird es wahrscheinlich nicht kommen.
    Entweder weil zu wenige für die sog. kleinen (aber durchaus feinen!!) Blogs nichts zahlen (wollen), oder weil flattr & Co den Bach runter gehen :).

  5. 18. Mai 2010 at 09:03

    Ich denke, wie immer in solchen Fällen: „Versuch macht kluch!“. Warum ein Gericht schon als versalzen beschimpfen, wenn man es noch nicht gekostet hat? Es gibt doch ausreichend Beispiele für noch viel krudere Ideen, die funktioniert haben, obwohl Schwarzseher nicht daran geglaubt haben (Internet, Slime, einzelne Pixel verkaufen etc.) Ich hab das Dingens mal eingebaut und in drei Monaten schauen wir weiter.

  6. Karsten Sauer
    18. Mai 2010 at 11:01

    Hmm. Flattr selbst spendet hinterlegtes, aber nicht verflattertes Geld an wohltätige Zwecke. Auch eine gute Idee.

  7. 18. Mai 2010 at 14:56

    Also ich habe jetzt etwa 3 Wochen eine Flattr Account, an die man ja bislang nur sehr schwer ran kommt. Ic habe gleich mal auf verschiedenen Seiten die Buttons eingerichtet und habe bislang einmal einen Artikel geflattert bekommen.
    Auf der einen Seite ist es mehr als ich vorher bekommen habe, auf den anderen Seite ist auch bislang nichts mehr dazu gekommen. Das kann jetzt entweder daran liegen, das der andere Content so mies war oder weil noch so wenige einen Account haben.
    Persönlich finde ich das Konzept besser als diese „Spenden via PayPal“ Geschichten. Ich habe bislang ca. 10 Beiträge geflattert (wie das klingt) und es war ein Gemisch aus „großen“ und „kleinen“ Blogs. Bei den kleinen habe ich die Flattr Buttons bislang aber noch recht selten gesehen.

  8. 19. Mai 2010 at 19:06

    Also ich finde es im Grundsatz eine interessante Idee und eine echte Alternative dazu, Webinhalt durch Reklame und Advertorials zu finanzieren (und damit in meinen Augen zu entwerten bzw die Leser zu nerven). Ich mache mal mit, mal schauen, was draus wird, wie sich flattr entwickelt. Wäre schön, wenn durch diese Art der „Thank you Economy“ ein wenig Kommerzialisierung zurückgedrängt werden könnte.

  9. 1. Juni 2010 at 09:35

    Ich habe seit kurzer Zeit auch einen flattr Account. Ich habe damit bisher 3 oder 4 Artikel geflattrd – in meinem eigenen Blog wurde bisher jeweils 1 Mal für zwei verschiedene Beiträge geflattrd. Ich bin gespannt, wo sich das Ganze für mich hin entwickelt.

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