Yammer – oder lieber nicht?

In letzter Zeit taucht immer wieder Yammer und die Frage nach der Sinnhaftigkeit dieses Services in meiner Timeline auf. Was bietet Yammer? Eine geschlossene Twitter-Gruppe für eure Firma – genauer: Usern, die mit einer Mailadresse der selben Domain daher kommen, also z.B. alle mit @FirmaABC.de

Verifiziert wird das mit einem Aktivierungslink, den man geschickt bekommt.

Das ist ja eigentlich ein netter Gedanke: Eine firmeninternes Twitter. Ja, das wäre was! Aber: bedenkt, dass der Austausch auf einem kommerziell betriebenem amerikanischen Server stattfindet. Über die Zugriffsmöglichkeiten durch dortige Behörden bzw. eine andere Gesetzgebung, was den Datenschutz betrifft muss ich euch nicht viel erzählen.

Wenn ihr dort also mitspielt und dort firmeninterne Informationen austauscht seid euch dessen einfach bewusst. Das schert euch nicht, weil Ihr der Meinung seid, dass das ohnehin niemanden interessiert? Ok, go ahead! Nutzt Yammer.

Wenn ihr aber Inhalte habt, die nun doch schützenswert sind – informiert euch lieber über eine firmeninterne Installation von z. B. StatusNet (ehem. Laconica) nach!

  10 comments for “Yammer – oder lieber nicht?

  1. 6. August 2010 at 10:54

    … danke für den Eintrag, genau mit diesen Bedenken kommen viele Kunden zu uns und nutzen Communote – Enterprise Microblogging als einen deutschen Online-Service der aber ebenfalls auch als Download erhältlich ist. Der Schwerpunkt liegt bei Communote insb. in der Kommunikation zu Themen und Projekten. So haben wir z.B. bei Communardo intern die E-Mail komplett abgeschafft und kommunizieren nur noch über Kurzinformationen.

  2. 6. August 2010 at 11:10

    Wir nutzen Yammer und sind damit zufrieden und irgendwelche den Weltfrieden gefährdenden Dinge werden da eh nicht drüber abgeiwckelt. Ich denke, man sollte das alles etwas lockerer Betrag. Echten Datenschutz gibt es nicht, von daher….

    • Karsten Sauer
      6. August 2010 at 11:12

      Ok, ich komme da natürlich mit der Konzernsicht. Und da schaut das grundsätzlich etwas anders aus. Man muss sich halt einfach im Klaren sein, wo die Daten bei wem liegen.

  3. 6. August 2010 at 12:04

    Tatsächlich ein spannendes Thema. Gerade die informelle One-To-Many-Communication kommt bei verteiltem Arbeiten oder durch Instant Messaging doch zu kurz. Ich teste aus ähnlichen Gründen gerade StatusNet und finde es sehr tauglich. Vor allem, da es sich auch mit Tweetdeck bedienen lässt: http://www.facebook.com/note.php?note_id=123746190979766

    • Karsten Sauer
      6. August 2010 at 12:16

      Mit Tweetdeck? Das ist ja cool!

  4. 11. November 2010 at 15:40

    Hallo,
    immer mehr Firmen kommunizieren über Yammer. Ich halte das zumindest für bedenklich. Ich würde mir als Firma da auch lieber ein System intern ins Rechenzentrum stellen (bei großen Firmen). Kleine Firmen könnten sich ja auf einem in deutschland gehosteten Webspace so eine Lösung installieren. Einen in USA gehosteten Server für interne Unternehmensdaten? Na ja, ich weiß nicht so recht. Das Problem ist ja: die meisten Mitarbeiter kennen und machen da keinen Unterschied, wo sie was reinposten.
    Z.B. was passiert mit den Accounts von Mitarbeitern, die das Unternehmen verlassen und dann für die Konkurrenz arbeiten? Können die weiterhin mit ihrem alten Account die internen Threads der alten Unternehmenscommunity mitlesen?

  5. Andreas
    7. Juni 2011 at 13:19

    Zwei Fragen, die mich zum Thema interessieren würden:

    1. Was ist aus Datenschutz-Gründen von Communote zu halten, und zwar von der Online-Variante? Wo werden die Daten gehostet? Wie sind diese verschlüsselt? Usw.

    2. Was passiert mit unseren Online-Daten, sollte es Communote irgendwann nicht mehr geben? Ist z.B. regelmäßig ein XML-Export als Backup möglich?

    • 7. Juni 2011 at 14:02

      Gerne beantworte ich die aufgekommenden Fragen zu Communote:

      Communote wird in einem deutschen, zertifizierten Rechenzentrum gehostet. Wir legen höchsten Wert auf die Sicherheit der Daten unserer Kunden. Die Überwachung aller datenschutzrechtlichen Belange erfolgt durch einen externen Datenschutzbeauftragten.

      Ein Export der Daten ist in begrenzten Umfang bereits heute über einen .rtf Export möglich. In Zukunft ist ein kompletter Export aller Daten als XML geplant. Auf Anfrage besteht die Möglichkeit individuelle Backups zu erhalten und diese auf Basis der separat verfügbaren Software eigenständig zu nutzen.

      Ich hoffe ich konnte mit dieser Antwort weiterhelfen.
      Testen Sie doch einfach Communote und registrieren sich unter http://www.communote.com

      In Kürze erfolgt ein umfangreiches Update mit neuer Oberfläche und vielen neuen Features. Für weitere Auskünfte können Sie auch gerne direkt auf mich zukommen.

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