Projekt ‘Liniensprung’

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Posted 19 Aug 2010 in Allgemein, Bücher, FRA-MUC-FRA

Mich juckt es immer wieder in den Fingern, ein Nachfolgewerk von FRA-MUC-FRA zu schreiben. Einfach, weil das Schreiben ansich ein wunderbarer produktiver Vorgang ist.  Und das Abliefern des fertigen Werks ist einfach ein tolles Gefühl!

Eine Idee hatte ich dazu auch schon. Nix spektakuläres, aber da es ein Nachfolgewerk werden könnte befasst es sich natürlich mit dem Leben nach der Beratung, dem Spung in die Linie. Denn die Arbeit in einer Linienorganisation unterscheidet sich schon sehr vom Beraterleben.  Auf den ersten Blick wird wird es ruhiger, aber m. E. verlagern sich nur die Herausforderungen.

Bevor ich hier meine eigenen Beobachtungen aufzähle richte ich die Frage mal an die Ex-Berater unter euch:

Was waren oder sind für euch die wichtigsten Änderungen und Herausforderungen nach einem Wechsel in die Linienorganisation?

Lasst euch gern in den Kommentaren aus, denn das bringt auch andere auf Ideen, gern aber auch per Mail an mail@sauerspace.com!

Update 20.8.2010:
Ich seh schon – ihr tut euch schwer. Dann will ich mal anfangen:

Da wäre z. B. das Thema Facetime mit dem Chef. Als Berater war man täglich vom Projektteam und Mitarbeitern des Kunden umgeben, wobei für einen selbst nur die Hierarchie im eigenen Projektteam relevant war und Mitarbeiter des Kunden je nach Aufgabenstellung eingebunden wurden. Meinen eigenen Chef habe ich nur alle paar Wochen zu Gesicht bekommen. In der Linie sieht man seinen Vorgesetzen mitunter täglich – ein großer Unterschied wie ich finde, denn die reine zielorientierte Führung wird ergänzt um den Eindruck, den der Chef von meiner täglichen Arbeit gewinnt. Und das sind zwei Paar gänzlich unterschiedliche Schuhe.

Oder das Verhältnis zu den eigenen Kollegen. In der Beratung wird mal projektweise zusammengewürfelt und hat wechselnde Mannschaften, oft aber auch einen harten Kern mit wechselnden Flügelspielern. In der Linie hat man es fix mit Menschen zu tun, von denen man weiß, dass man mitunter Jahre mit ihnen auskommen muss. Das hat mich z. B. anfangs möchtig verkrampfen lassen, weil ich mir darüber zuvor gar keine Gedanken gemacht habe und der Habitus untereinander in der Beratung nunja – doch ein wenig anders ist, als man es von einer Linienorganisation kennt.

Bild: DHeuer


11 Comments

  1. Mit Berater-Geschichtchen kann ich Dir leider nicht helfen.
    Nur mit denen eines kurz vor Resignation stehenden BauIngenieurs… ;)

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    • Karsten Sauer

      Das wird dann aber *Dein* Buch! ;-)

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      • Das ja mal ne gute Idee…
        Brauch ich nur noch nen Pseudonym, denn wenn ich das unter echtem Namen schreibe brauch ich nicht mehr arbeiten zu gehen…

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        • Karsten Sauer

          Dann mach das mit dem Pseudonym. Und wenn das Buch richtig einschlägt mußt Du auch nicht mehr arbeiten gehen! ;-)

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  2. Ich habe vor Jahren mal FRA-MUC-FRA gelesen gehabt und wollte es die Tage mal wieder aus dem Schrank zum Lesen holen. Einen Nachfolger würde ich mit Sicherheit auch lesen wollen. Daher einfach mal in die Tasten hauen und schreiben ;-)

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  3. Kein Name

    Ganz klar: der Papierkram, um Kleinigkeiten wie neues Büromaterial, Software-Lizenzen, Reisemodalitäten zu erledigen.

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    • Karsten Sauer

      Papierkram hat man als Berater doch auch und Büromaterial mag einfacher verfügbar sein, weil niemand will, dass teure Berater sich mit soetwas herumschlagen müssen. Hat sich das bei Dir so stark geändert?

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  4. Ich hatte kurz vor meinem Berater-Ausscheiden geheiratet und hatte die Hotelübernachtungen satt. Abends wieder im eigenen Bett auch unter der Woche einschlafen war für mich das Tollste am Ausstieg. Ach ja, und keine Krawatten mehr. ;-)

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    • Karsten Sauer

      Absolut verständlich. Die plötzliche Fixierung auf einen Standort – nämlich den Wohnort – fand ich auch erst mal klasse. Aber die Reiserei hat mir nach einer Weile schon sehr gefehlt. Dir nicht?

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  5. Auch kein Name

    Zuordnung von Aufgaben ohne Projektbezug: die Durchführung von allgemeinen, Firmeninternen Aufgaben, die mangels Kundenbezug keiner echter Kontrolle hinsichtlich Aufwand/Nutzen oder Zielführung unterworfen sind. Besonders schwierig ist es für mich immer dann, wenn für alle Beteiligten klar ist, dass das ganze Ergebnis niemals in irgendeiner Form sinnvoll genutzt wird. (Unabhängig davon, ob das Ergebnis an sich sinnvoll ist ;-).

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  6. Naja, so schick in der 1. ICE-Klasse hat schon was. Nach Barcelona wäre ich auch gerne häufiger, aber wenn man mal ne Weile in ERLANGEN fest sitzt, vergeht einem auch die Reiselust.

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