BarCamps – ist die Luft raus?

Müde bin ich nach dem BarCamp Nürnberg. Und das nicht, weil ich zu wenig Schlaf bekommen habe. Den gab es im Vergleich zu anderen Camps reichtlich und gut. Ich bin BarCamp-müde. Eines vorweg: Die Orga war top. Großen Dank an die Jungs, die alles (worauf es ankommt)  richtig gemacht haben! Ablauf war rund, Leute waren cool, viele neue Menschen kennen gelernt, aber der Flash vergangener BarCamps wollte nicht einsetzen.

Was war anders? Im vergangenen Jahr war die Sau-Dichte gefühlt enger und auf der Dorfstraße war ausreichen viel los, so dass ich mich immer gefreut habe, auf dem nächsten BarCamp mit Gleichgesinnten darüber zu diskutieren und zu erfahren, was andere, die sich mehr damit auseinander gesetzt haben darüber zu berichten haben.

Dieses Jahr ist es anders. Ist ist schon eine geraume Weile nichts neues mehr am Horizont aufgetaucht, was die Gemeinde wild gemacht hat. Und so bin ich mit relativ niedriger inhaltlicher Erwartungshaltung nach Nürnberg gereist und wurde nicht enttäuscht. Aber auch nicht überrascht. Und nein, ich hatte selbst auch nichts ergreifendes beizutragen, was ich wie immer in dem Fall durch umso wortreichere Beiträge in Sessions wieder versucht habe auszugleichen. Eine Segway-Fahrt und gelasertes Obst waren dann auch schon die Highlights. Meine Teilnahme bei den anstehenden Camps überdenke ich gerade gründlich.

Ist die Luft erst mal raus? Haben wir jetzt erst einmal Ruhe? Ist das Internet gerade müde und oder damit beschäftigt, sich in die Breite der Bevölkerung vor zu arbeiten und hat erst später wieder Zeit für die Sensationsverwöhnten? Hätten wir uns selbst spannende Themen basteln müssen? Wie reaktiv sind wir dort eigentlich?

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