Thilo Specht

Wer bist Du? Was tust Du?
Ich bin der Thilo aus Frankfurt. Meine Brötchen verdiene ich als Berater für eine Agentur. Ich werde immer dann vorgeschickt, wenn Kunden oder solche, die es werden wollen, was mit Internet oder Soschl Miediah im Sinn haben. Dann entwickle ich Strategien zum Erlangen der Weltherrschaft und Konzepte für die beste Kommunikation wo gibt. Ich bin einer der Glücklichen, die ihr Hobby zum Beruf machten:

Die Interwebs sind meine große Leidenschaft. Kommunikation, E-Commerce, Filesharing, User Generated Content, Netzpolitik, Games, Kätzchen: Ich liebe es, seit ich 1999 mit dem ersten eigenen Telefonanschluss via 56k-Modem in eine neue Welt aufbrach. Die ersten eigenen Websites – mit dem Webbaukasten von 1&1 und viel selfhtml.org zusammengstümpert – fühlten sich fantastisch an.

Die Mitmache – auch als Moderator – in diversen Foren (Fokus Musik und Gadgets) nahm zeitweise viel Raum in meinem Leben ein. Das Studium ist ein dankbarer Lebensabschnitt für solche Dinge.

Im Forum von mzee.com gründete ich mit einer Hand voll anderer mehr oder minder begnadeter Musiker/Typen/Chaoten ein Kollektiv, das via Internet Musik produzierte. Tonspuren wurden zwischen Wien, Düsseldorf, Frankfurt und Bad Oeynhausen hin und her geschickt, fertige Tracks wanderten auf die Website als MP3-Downloads. Im MZEE-Forum lauerten schon die Rezensenten. Eine geile Zeit.

Diverse weitere Projekte folgten, Blogs und so, auch mal Vertrieb von selbst entwickelten Design-Startscreens für Windows Mobile Geräte (ich gehörte zu den Deppen, die einen MDA Pro ihr eigen nannten). Der Fokus wechselte immer mal, aber stets hatte alles mit dem Netz zu tun. Ohne geht nicht. Bis heute.

Wie sieht Dein Social Setup aus?
“Privat” ist die wichtigste Heimat im Netz mein Blog: Cluetrain PR. Dort inszeniere ich mich schamlos als Besserwisser, PR-Pitbull und Bullshit-Kreuzritter. Nichts streichelt das Ego intensiver, als das Gefühl, mit einem Finger ausgiebig in einer recht eitrigen Wunde der Kommunikationsberater-Szene zu bohren. Agenda Setting betreiben ist eine Herausforderung, der ich nicht widerstehen kann. Ich bin wohl ein ziemlich eitler Fatzke. Im Blog lebe ich das aus.

Daneben nutze ich Facebook, Twitter und Google+ für das Blog-Link-Spamming. Die drei Plattformen sind instant in Google Chrome aufgerufen, Twitter nutze ich via Seesmic Web.

Gemeinsam mit meinem Lieblings-RSS-Reader Feedly – ein Chrome-Plugin – bilden sie meine ganz persönliche Filterbubble. Wobei ich beobachte, dass Feedly immer unwichtiger wird: Die Pflege der Feeds ist zu aufwendig, mein aktuelles Setting suboptimal.

Twitter ist Info- und Networkingtool, in letzter Zeit wird der Unterhaltungswert jedoch zunehmend größer – und wichtiger. Meine Devise: Weniger Social-Media-Bullshitter, mehr Gossip, Sex und Tiefschürfendes a la @junicks & Co. Ich achte darauf, nicht mehr als 300 Personen zu adden, weil es dann wirklich zu unübersichtlich wird.

Facebook ist der Mainstream. Im Stream sind peinliche Kontakte aus der Schulzeit drin, deren CityVille-Meldungen immer wieder mal geblockt werden wollen, genauso wie Kundenkontakte und der größere Bekanntenkreis bis hin zur Familie. Außerdem irgendwelche Seiten, die halbwegs spannendes Zeug droppen.

Google+ ist aktuell das 3sat in meinem persönlichen Setting. Nur kluge Leute in meiner Timeline, die nur kluges Zeug posten, das meist ellenlange Diskussionen nach sich zieht.

Dann wäre da noch Xing zu nennen. Das ist vor allem für die ganzen Headhunter-Anfragen recht praktisch. Die Forendiskussionen sind natürlich für den Arsch.

Sonstige Tools/Services/Shops mit/ohne Nutzwert, die immer wieder mal zur Anwendung kommen: Dropbox, Readitlater, Diigo (RIP Delicious), Foursquare, Instagram, Qype, Etsy (love it!), Soundcloud, etc. pp. Hier pflege ich nicht aktiv meine Kontakte, nehme höchstens mal die Einladung eines Bekannten an.

Dann möchte ich noch explizit Eeve nennen und verlinken: geteeve.com – Nico, ich gebe mich dafür mit 0,5% der Firmenanteile zufrieden. Eeve ist deep shit – ausprobieren!

Meine Privacy Policy ist einfach: Persönliches aus der Familie, erst recht Bilder der Kinder, haben nix im Netz verloren. Der Rest ist der öffentliche Thilo, der ist sich für keine Äußerung zu schade.

Wie wäre Dein Traum-Setup, wenn Du Dir eines backen könntest?
Das gibt es nicht. Es wird nie zu Ende sein. Der Traum ist viel mehr, alle finanziellen Mittel bei der Hand zu haben, um sich tatsächlich jederzeit alle neuen Gadgets, Tools und Services leisten zu können. :-)

Woher kennen wir beide uns eigentlich?
Hanoi, 1967. Oder Caféhaustalk 2009. Eins von beiden. :-)

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