Roland Goldmann

Was mach ich? Wer bin ich?
Spontan würde ich mich als „Digialimmigrant“ (ich habe hier bewusst die „verdeutschte“ Version dieses Begriffs verwendet, um mein fortgeschrittenes Alter, übrigens gleich wie deines, zu unterstreichen) bezeichnen. Vielleicht war es einfach Zufall, dass ein Computer meinen Weg kreuzte, irgendwann in den frühen Neunzigern. Jedenfalls „musste“ ich mich plötzlich mit Themen wie Windows 3.1, Compuserve und horrenden Telefonrechnungen beschäftigen und hatte keine Ahnung mehr, wie ich es solange in der digitalen Steinzeit ausgehalten hatte.

Dies alles muss mich auch in meiner Berufswahl geprägt haben, denn schließlich bin ich in beim zentralen internen IT-Dienstleister des größten österreichischen Speditionskonzerns in privater Hand (in Vorarlberg, meiner Wahlheimat, ungefähr genauso präsent wie Wasser im Bodensee) gelandet.

Wie sieht mein Social Setup aus?
Mein erster aktiv verwendeter Dienst war XING. Hier dauerte es ungefähr zwei Jahre vom Zeitpunkt der ersten Einladung durch einen ehemaligen Schulkollegen bis zur Registrierung. Mir erschien der Gedanke ein Profil mit persönlichen Daten online zu hinterlegen als überaus suspekt. Schlußendlich hat aber auch hier der Hang zum digitalen Mitläufertum gesiegt. Wenn bereits die halbe Welt hier vertreten war, so konnte mein Profil im Schutze der Massen wohl auch hier gut aufgehoben sein. (Natürlich drängten sich auch andere Gründe auf in XING vertreten zu sein ;-))

Die meisten Kontakte/Freunde/Follower habe ich nach wie vor auf XING. LinkedIn sei auch noch kurz erwähnt. Hier halte ich mich aber so gut wie gar nie auf.

Und plötzlich war da Facebook. Ich habe keine Ahnung, wann es war, als mich ein Kollege fragte, ob ich FB bereits beigetreten wäre. Als ich dies schließlich tat, musste ich feststellen, dass ich auch hier ein klassischer Late Adopter war. Kaum war ich dabei, hatte ich meinen kleinen FarmVille-Bauernhof, den ich in den kommenden Monaten mit sagenhafter Ausdauer bewirtschaftete. Ich kann mit Fug und Recht stolz auf mich sein, da ich das erste in FarmVille vorhandene Maximum Level (in Worten: siebzig) erreicht habe.
Süchtig? Ach was. Mittlerweile ist der Spuk endgültig vorbei, nachdem er letzten Winter in Form von CityVille nochmals kurz und intensiv aufgetreten ist.

Mittlerweile ist Facebook in meinem Setup etwas aus dem Blickfeld gerückt. Ich habe mich entschieden, mein Profil soweit wie möglich „klein“ zu halten. Bild- und Textmaterial auf meiner Pinnwand sind meist an Belangloskeit nicht zu überbieten.

Deutlich spannender finde ich Twitter. Hier geht einfach die Post ab. Twitter ist schnell, aktuell, hochamüsant und mittlerweile meine wichtigste Nachrichtenquelle. Wie genial dieser Dienst ist zeigt sich bei Großereignissen wie der Fussball-WM oder dem Eurovision Song Contest. Dank Hashtags liefert Twitter tausende Informationen, Meinungen, Kommentare etc. in Echtzeit. Die Beschränkung auf 140 Zeichen pro Tweet ist ein Segen.

Von allen hier angeführten Diensten verbringe ich die meiste Zeit auf Twitter.

Und dann ist da auch noch Google+. Eine spannende Geschichte, wie ich finde, deren Ausgang allerdings noch offen ist. Zur Zeit behandle ich diesen Service noch etwas stiefmütterlich. Inhalte, die ich in Twitter (und somit automatisch in Facebook) poste, werden, soweit ich es nicht vergesse, manuell in G+ einkopiert und verbreitet. An Google+ fehlt mir im Moment der eigenständige Charakter, der Charme der Unverwechselbarkeit. Eine Mixtur aus Facebook und Twitter kann es auf Dauer nicht sein.

Nicht zu vergessen sei hier mein Bodensee-Blog, der mir in erster Linie als digitale Spielwiese dient. In den Blog werden Bilder via Posterous eingespeist, die zusätzlich auch noch auf Twitter verteilt werden. Der Blog selbst wird auch via RSS Graffiti an Facebook weitergeleitet.

Kurz noch zum Thema Privacy Policy. Es ist alles erlaubt, was ich nicht als privat definiere (z.B. Familie)

Woher kennen wir beide uns eigentlich?
Das ist jetzt privat. ;-) Nur soviel sei erwähnt. Das Bier aus der Garage hat trotz lauwarmer Temperatur und unmittelbar bevor stehendem Weltuntergang immer noch gut geschmeckt.

Schreibe einen Kommentar