Andreas Kiebs

Wer bist Du? Was tust Du?
Unschwer erkennbar setzt sich mein Twitterhandle aus den Anfangsbuchstaben meines Namens und meinem Geburtsdatum zusammen. Seit 1974 treibe ich als Andreas Kiebs mein Unwesen. Ursprünglich im schönen Leipzig in Sachsen, wo ich die zunächst angestrebte Karriere als Jurist zugunsten der Rechner sausen liess und feststellte, dass ich irgendwie ein Händchen für die Maschinen habe und das Ganze auch noch Spaß macht. Nach dreißig Jahren verliess ich Leipzig für eine berufliche Zukunft in Richtung Frankfurt.

Eigentlich war Frankfurt nie ein Traumziel, eher das Gegenteil, inzwischen gefällt es mir hier aber so gut, dass ich noch ne ganze Weile hier bleiben werde, die nächste Zeit im Dienste von triplesense, wo ich als Entwickler verschiedene Projekte betreue. In Frankfurt habe ich außerdem meine bessere Hälfte @Frau_Frosch per Twitter gefunden und lebe nun mit drei Mädels unter einem Dach.

Um mein Fernweh hin und wieder zu befriedigen, verschlägt es mich meist für Wochenendreisen in verschiedene Städte, nicht selten, weil dort gerade ein Konzert einer der favorisierten Bands gespielt wird. Von dort wird dann in der Regel live getwittert, gelobt, geschimpft. Gleiches gilt natürlich für Community-Events wie Barcamps oder den #wmfra.

Wie sieht Dein Social Setup aus?
Angefangen hat alles bei mir mit Xing, welches gerade in der Anfangszeit in Frankfurt hilfreich war, sich zu vernetzen, zu verabreden und in Kontakt zu bleiben. Schon früh waren für mich Kontakte im Netzwerk auch echte Kontakte, nicht alle, aber die wichtigsten waren auch im Real Life präsent. Der Schritt zu Facebook war dann nur logisch, denn nicht alles war tatsächlich im beruflichen Kontext und gehörte dann irgendwie nicht mehr so recht zu Xing. LinkedIn vervollständigte das Setup um mit den amerikanischen Kollegen des Netzwerks der ehemaligen Agentur in Kontakt zu bleiben. Inzwischen gehört LinkedIn nicht mehr zum Setup, die ständigen Newsletter und Emails, welche sich nicht im von mir gewünschten Maße konfigurieren liessen, brachten mich zum Gehen. Hatte aber auch keinen Sinn mehr für mich.

Mit Twitter tat ich mich anfänglich recht schwer, ich habe es einfach nicht verstanden und es daher auch gar nicht probiert. Immerhin hab ich es nicht wie viele andere als Unsinn abgetan. Erst auf Anfrage von @peteworldwide, wann ich denn nun endlich mal mitmachen würde, gab ich mir einen Ruck und schwupp war ich dabei. Hier wird mittlerweile der Kernbereich meines Lebens berührt, ich informiere mich und teile mich mit, immer wissend, dass hinter den Followern echte Menschen stehen, mit denen man mal ein Bier trinken oder ein SchnitzelFFM essen kann. Twitter ist das Zentrum meines Social Setups, erweitert um die üblichen daran hängenden Dienste. Die Blogs posten zu Twitter, zum Teil automatisch, Fotos und Videos werden hier verlinkt. Inzwischen führe ich 4 nennenswerte Accounts und ein paar eher sporadisch bediente Experimente. Den offiziellen Account fürs Business könnte man eigentlich weglassen, da passiert auch nicht viel, gibt mir aber die Möglichkeit das Following auf die beiden Accounts zu meiner Person aufzuteilen. Zwar gibt es manchmal nachfragen, warum ich mit einem der beiden Accounts nicht folge, das erklärt sich aber mit doppelter Timeline ganz schnell. Nebenbei führe ich natürlich den Account für meine Chilizucht @die_Zucht und einen fast reinen Verteiler für Blogposts @knueppelknecht, der ausschliesslich Musikern folgt. Die hab ich dann so nicht alle in der Haupt-Timeline und kann gezielt schauen, was es da Neues gibt.

knueppelknecht heißt auch mein Blog, das ich seit 2005 betreibe. 2008 erfuhr der knueppelknecht einen Neuanfang und beschäftigt sich seit dem mit meinen Konzertreisen und -besuchen. Ärgerlicherweise bin ich da etwas nachlässig geworden, was aber auch mit scheinbar gesunkenem Interesse am Geschriebenen seitens der Leserschaft zusammenhängt. Als Speicher für Erinnerungen dient es aber weiter. Erfolgreich läuft eigentlich fast nur noch der dazugeörige Youtube-Kanal, wo auf Konzerten selbst aufgenommene Videos zu finden sind. Ich bin mir dabei durchaus bewußt, dass der Eine oder Andere Bedenken hinsichtlich des Urheberrechts hat, ich vertrete hier aber die Meinung, dass einer Band solche Videos mehr nutzen als schaden. Eine kleine Guerilla-Aktion für eine Band gab es auch schon, die allerdings unter einem ungenannten Konto.

Nicht mehr ganz so aktiv betreibe ich den Fotoblog oogopslag, Bilder schicke ich inzwischen wieder nach Flickr, da ist es egal, wie regelmäßig oder unregelmäßig man postet. Bei Blogs ist das aus meiner Sicht eher ein Problem. Schnappschüsse landen bei twitpic und damit gleichzeitig bei Twitter.

Google+ nutze ich zwar auch, bin auch von dem schnellen und umfangreichen Feedback der Anfangszeit begeistert gewesen, inzwischen hat sich das jedoch gelegt und ich schaue nur noch selten rein, mobil eigentlich gar nicht mehr.

Ach ja, alles was ich poste ist auch öffentlich, wenn ich der Meinung bin, dass etwas nur für einen bestimmten Kreis bestimmt ist, läuft es nicht über die angegeben Kanäle. Lediglich bei Facebook gibt es eine Zweistufen-Regelung. Nicht Jeder, dessen Anfrage ich annehme (alte Schulkameraden oder flüchtige Bekannte, bei denen es die einzige Kontaktmöglichkeit ist) kommt auch auf die Liste derer, die alles sehen dürfen. Ich bin der Meinung, dass man Dienste durch überhöhte Privacy und Datenschutzforderungen eher blockiert, Fortschritt fördert man damit jedenfalls nicht. Ich möchte selbst entscheiden, was ich preisgebe, und wenn ich das tue, dann auch mit den daraus entstehenden Konsequenzen. Das sorgte natürlich schon für die eine oder andere Kritik, letztendlich fahre ich damit aber ganz gut und wie ich hörte, schätzen meine Freunde eben diese Offenheit.

Wie wäre Dein Traum-Setup, wenn Du Dir eines backen könntest?
Traum-Setup ist so ne Sache, eigentlich bin ich mit den genutzten Tools soweit ganz zufrieden, ich habe sie mir so kombiniert, wie für mich der Nutzen am größten ist. Generell geht es ja häufig bei der weiteren Optimierung darum, noch mehr noch schneller mitzubekommen und ich find es ganz gut, dass manchmal ein bischen Ruhe einkehrt. Ich lese auch meist nicht nach, was so war. Vielleicht ist das ein Teil des Traumsetups, der weniger mit Tools, als viel mehr mit den Nutzern zu tun hat. Seid nicht sauer, wenn man mal was nicht gelesen hat.

Woher kennen wir beide uns eigentlich?
Da wären Barcamp Rhein-Main, Webmontag FFM und SchnitzelFFM, wir waren häufig auf den gleichen Veranstaltungen in der Gegend um Frankfurt. Ach ja, irgendwie bin ich außerhalb meiner Elternzeit auch Dienstleister. ;)

Fotonachweis: Aufgenommen von Patrick Lenz beim Webmontag Frankfurt.

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