Jens W. Krahe

Wer bist Du? Was tust Du?
Jens Krahe, Nerd seit dem ich denken kann. In Bonn lebe ich mit meiner Frau und zwei Hunden. Meine Arbeit ist in Frankfurt und in Bonn. Ich habe schon immer daran geglaubt, dass sich Technologie dem Menschen anpassen muss und nicht umgekehrt. Mein Berufsbild ist im Grunde digitaler Zimmermann. Mein Titel ist Creative Director User Experience. Studiert habe ich mit Abschluss Betriebswirtschaft und Informatik (Doppelstudium). Am liebsten würde ich noch Design und Physik studieren.

Wie sieht Dein Social Setup aus?
Ich habe im wesentlichen 3 Geräte mit denen ich arbeite. Die Nutzung der Geräte hängen von meiner Umwelt ab, in der ich mich aufhalte. Daneben nutze ich bestimmte Dienste für die ich zwar Apps habe, die ich aber ausschließlich im Browser nutze. Offline Social sein ist aus Zeitgründen nicht so mein Ding (Barcamps oder so). Mein Social Media Accounts heißen in der Regel „krahe“ oder „jenskrahe“.

Web
Tumblr, pinboard, Boxee, YouTube, Flickr (vor iCloud „MobileMe Galerien“), Blogs (dogblogger.org), Facebook (selten)iPad
Apps: Reeder, Twitter for iPad, Instapaper, Instagallery, Facebook (seit iPad Update), Boxee

iPhone
Apps: Instagram, Reeder, Tweetbot, Instapaper, Facebook

Mac
Apps: Reeder, Twitter

Reeder (iPad/iPhone, Mac): Ich überfliege im Schnitt am Tag ca. 3000 Newsfeeds, davon lese ich vielleicht 20 Stück. Lange Artikel werden an Instapaper gesendet, für das Wochenende oder Urlaub. Aus Reeder heraus Twitter ich fast ausschließlich. Sprich, Artikel die wirklich gut sind, fließen in meinen Twitter-Feed. In Reeder „Star“ ich wirklich wichtige Artikel und zeitlose Artikel kommen nach „pinboard“. „Reeder“ zu „pinboard“ lebe ich nur inkonsequent, weil ich das Konzept Bookmarks für speichern von Wissen nie wirklich verstanden habe. Ich lebe ca. 30-60 Min. am Tag in Reeder. Reeder wird direkt nach dem Aufstehen von mir geöffnet um Wach zu werden (ich lese mich wach) und Abends. Zudem wird Reeder benutzt, wenn ich beim Arbeiten im Kopf von einem Thema zum andere springen muss, oder mich nicht mehr konzentrieren kann. Von meinem Nutzungsszenario lese ich Newsfeeds nur ausschließlich in Reeder. Ich benutze hier keinen Web-Browser mehr. Meine Newsfeeds werden komplett über Google Reader verwaltet.

Nutzung nach Umwelt: Morgens/Abends iPad, auf der Arbeit Mac, Ultra Mobil (Einkaufen, Warten auf irgendetwas, …) iPhone, Bett iPad/iPhone je nachdem was gerade da ist.

Twitter (Tweetbot, Twitter for iPad): Die Twitter Timeline wird von mir nur noch sporadisch gelesen. Obwohl ich neben E-Mail am besten über @replys und DMs erreichbar bin. Die Timeline lese ich nur punktbasiert. Ich bin kein Mensch, der alle Tweets lesen muss. Obwohl ich gerne bestimmte Personen verfolge, habe ich mir keine Liste angelegt. Listen finde ich vom Nutztungsszenario komisch. Die Leute, denen ich Folge interessieren mich wirklich. Tweetbot ist für mich derzeit der beste Twitter Client. Mein erster Twitter Client war auf meinem Jailbraked 2G Twinkle, danach Twitterific und dann Tweetie. Birdhouse habe ich bei meinen Urlauben genutzt. Mein letzter Twitter Client war dann der offizielle Twitter Client (ehemals Tweetie) und jetzt bin ich auf Tweetbot. Die Abgrenzung Facebook <> Twitter ist für mich klar. Facebook ist eher privat (also Leute die ich im echten Leben kenne) und Twitter ist eher Nerd Stuff. Die meisten Diskussionen meiner Tweets passieren auf Facebook, was ich urkomisch finde. Twitter nutze ich fast ausschließlich auf dem iPhone zum lesen. Schreiben der Tweets erfolgt fast ausschließlich auf dem iPad (Reeder). Meine Foto-Tweets kommen alle fast ausschließlich aus Instagram.
Nutzung nach Umwelt: Tweets erstellen erfolgt im wesentlichen über Reeder, die Timeline lesen vernachlässige ich in letzter Zeit sehr  und erfolgt nur Ultramobil (Aufzug, Warten).

Instapaper (iPad, iPhone): Instapaper wird bei mir ausschließlich auf dem iPad genutzt und ganz selten auf dem iPhone. Instapaper ist komplett in meine Infrastruktur integriert. Artikel die ich in Instapaper als „Like“ definiere werden automatisch in Evernote und Pinboard gespeichert. Artikel die ich gelesen habe, werden über Ordner in Instapaper gespeichert. Durch Instapaper lese ich fast nur noch Web-Artikel und keine Bücher. Das gleiche gilt für Zeitschriften. Selbst die digitalen Zeitschriften lassen mich kalt. Das gleiche gilt für Tweetmag, Flipboard, News.me oder andere Kandidaten, die mir Social News strukturiert aufbereiten wollen.

Nutzung nach Umwelt: Wochenende, ausschließlich iPad (ganz selten iPhone)

Facebook (App): Im Grunde nutze ich facebook nicht. Meine facebook Posts kommen alle von Twitter. Auf facebook sind alle Freunde, die ich aus dem realen Leben kenne (im Gegensatz zu Twitter). Das besonders interessante ist, dass auf facebook im Grunde meine Tweets kommentiert werden. Das Mix Twitter + facebook ist für mich der G+ Ersatz. facebook nutze ich auf dem iPad/iPhone gleich stark. Im Browser eher selten – nur wenn jemand etwas kommentiert hat und ich zufällig am Rechner sitze.

Nutzung nach Umwelt: Nur wenn ein Kommentar oder Eintrag auf meine Pinnwand erfolgt ist. Endgerät welches ich dann gerade nutze.

Instagram (iPhone): Meine Fotos erstelle ich derzeit nur in Instagram, in seltenen Fälle noch mit der Apple Kamera App. Alle privaten Fotos in Twitter werden ausschließlich über Instagram gespostet. Auch hier habe ich das gleiche Nutzungsverhalten. Ich schaue mir selten Bilder in Instagram an, sondern poste eher. Besonders interessant: Meine Eltern haben keinen Instagram Account (zu Hip), deshalb erhalten meine Eltern über Instagram immer die Bilder per E-Mail.

Nutzung nach Umwelt: Meist Ultramobil, sprich wenn ich Unterwegs bin – verhalten kann sich aber mit dem iPhone4s ändern, weil die Kamera jetzt gut genug ist.

Instagallery (iPad): Wenn ich mir Instagram Bilder anschaue, dann mache ich das in der Regel über die App Instagallery. Instamap als App war auch einige Zeit in Benutzung, bis ich gemerkt habe das Ort und Bild für mich, was Instagram betrifft, keine Relevanz besitzt.

Nutzung nach Umwelt: iPad, nur wenn mir langweilig ist.

Boxee (iPad, Web, Mac): Boxee und ich haben ein schweres Verhältnis. Zunächst muss ich den Dienst wirklich loben. Ich denke, das Boxee nach wie vor die Lösung für Social TV ist. Sie gehen faktisch den richtigen Weg. Das einzige Problem ist nur, das sie wirklich keine Hardware „Product Guys“ sind. Als mein Mac Mini meine TV-Medienzentrale war habe ich ausschließlich Boxee benutzt und war beeindruckt von der Web/TV Integration. Jetzt wo mein Mac Mini nicht mehr meien TV-Medienzentrale ist, wirds schwierig. Die Boxee Hardware muss 99€ kosten, um bei mir zum Einsatz zu kommen und muss alle Filme wiedergeben können, die bei mir auf den Platten so rumlungern. Zusätzlich muss Boxee auf dem iPad und iPhone als App vorhanden sein mit AirPlay Unterstützung. Dabei muss das iOS Device die Funktion als Mittler (wie z.B Airvideo) übernehmen und das alles ohne dabei kompliziert zu werden (Ruth muss es bedienen können). Wenn das alles passiert ist und der AppleTV nicht Boxee überholt hat, dann werde ich wieder Boxee nutzen. Derzeit nutze ich es ausschließlich auf dem iPad als „Watch Later“ Funktion, was Boxee insgesamt nicht wirklich gerecht wird.

Nutzung nach Umwelt: Wenn ich frühmorgens lese oder Freizeit habe. Boxee läuft dann über das iPad und per AirPlay auf dem AppleTV.

Flickr (Web, Aperture): Meinen Flickr Account (den ersten vor der Migration zu Yahoo) habe ich seitdem Flickr gestartet wurde. Flickr habe lange Zeit ausschließlich benutzt. Ich hatte sogar einmal alle! meine Fotos dort hochgeladen. Als ich dann vom PC zum Mac gewechselt bin, habe ich nur noch iPhoto benutzt und gar nichts mehr in Web hochgeladen. Flickr zum Bilder Upload wurde durch die MobileMe Galerien abgelöst als MobileMe eingeführt wurde. Das Verwalten der Bilder in MobileMe war ziemlich einfach und die Galerien konnte sich jeder anschauen. Jetzt wo ich in der iCloud bin, wird Flickr wieder interessant. Ob ich weiterhin bei Flickr bleiben werde, wird sich zeigen.

Nutzung nach Umwelt: Aufnahmen vom Wochenende meinen Eltern oder Freunden zuzuschicken. Ist allerdings nur eine Zwischenlösung, Flickr ist hier nicht einfach genug.

Tumblr & YouTube: Beide nutze ich nicht wirklich zum Inhalte erstellen. Vielmehr sind die Accouts zum Sammeln für Favoriten da. Einen Vimeo Account habe ich auch, nutze ihn aber im Grunde nur für den AppleTV.

Nutzung nach Umwelt: Im Grunde nur zum Bookmarken auf jeder Plattform um dann mit dem AppleTV oder iPad auf die Filme oder blogs zugreifen zu können.

Blogs: Bloggen tue ich im Grunde nicht, außer vielleicht bei Tumbr. Mit einer Ausnahme: Hundeblogs. Ruth (meine Frau) ist aktiv im Tierschutz tätig und wie haben immer einen Pflegehund. Für mich ist das natürlich immer Anlass das komplette Media Arsenal aufzufahren. Blogs, Twitter, YouTube, Fotos und das alles unter WordPress. Es macht wirklich einen Riesenspaß. Der Vorteil: Interessenten schauen sich wirklich das Blog an und verfolgen die Einträge bis sie sich entscheiden anzurufen. Angefangen hat das ganze mit „justusentlaufen.de„. Einer unserer Hunde ist 2006 uns entlaufen und wir haben die größte Suchaktion in Bonn und Umgebung gestartet mit über 60  Helfern und bestimmt 4000 Plakaten. Bis heute rufen noch Leute an und fragen, ob wir den Hund gefunden haben. Als zentrales Kommunikationsinstrument der Sichtungen haben wir das Blog eingesetzt. Den Hund haben wir zweimal fast gefangen. Er ist uns letztendlich jedoch entwischt, weil er sehr scheu war.

Nutzung nach Umwelt: Wenn wir einen neuen Pflegehund bekommen. Ansonsten will ich schon seit Jahren ein eigenes Blog aufsetzen. Scheitert aber an der Zeit zum Schreiben, das muss ich im Job zur genüge machen…

Wie wäre Dein Traum-Setup, wenn Du Dir eines backen könntest?

Eines das einfach und schnell zu bedienen ist und mir meine Verwaltung von Fotos, Gedanken und Musik abnimmt und es mir ermöglicht überall auf der Welt mit Freunden und dem Internet menschlich zu kommunizieren, ohne das ich technisch wissen muss wie es funktioniert.

Woher kennen wir beide uns eigentlich?
Alle Wege führen über Twitter!

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