Vereinbarung Smartphone

Foto2So, Kinners, seit Weihnachten hat Junior ein eigenes Smartphone. Und weil er damit Zugang zu interessantesten und spaßigsten Arena der Welt hat, in der aber nicht alles Gold ist, braucht es Regeln. Ich habe mir in den Feiertagen schon einige Stichpunkte gemacht, die ich gemeinsam vereinbart wissen will. Als die Tage dann noch der Link zum Vertrag durch die Timeline ging, in dem eine Mutter ebendas mit ihrem Sohnemann aufgestellt hat war das für mich der Startschuss zum Finalisieren. Ein paar Punkte daraus habe ich sinngemäß übernommen aber das meiste weg gelassen.

Ich schwanke natürlich zwischen einem Hang zum an-alles-denken-und-demnach-überregulieren und einem vertrauensvollen gemeinsamen Hineinwachsen in die Rolle des Smartphone-Besitzers (und -Besitzerpapas). Ich möchte die Vereinbarung kurz halten, damit sie überhaupt gemerkt werden kann. Sie wird leben und immer wieder mal angepasst werden. Es werden Dinge schief gehen, aber wir werden gemeinsam draus lernen und darauf reagieren.

Welche Punkte müssten schon in die erste einfließen? Welche würde ihr zwar schon mal durchdenken, aber noch nicht fixieren? Bitte am liebsten in den Kommentaren kommentieren, damit ich mir (und der geneigte Leser sich) nicht alles zusammen suchen muss. Danke!

Wenn die Vereinbarung final ist wird sie gemeinsam durchgegangen und (ja, tatsächlich) unterschrieben.

UPDATE: Vielen, lieben Dank für euren Input! Es waren Punkte dabei, die ich vergessen habe, solche, die ich jetzt entsprechend geändert habe und ein paar, die ich nur zur Kenntnis genommen habe, aber anderer Meinung bin. Ich möchte euch das Endergebnis nicht vorenthalten.

Denkt dabei immer daran, dass eine solche Vereinbarung immer die besonderen Voraussetzungen der Beteiligten berücksichtigen muss. So habe ich mit meinem Junior durch seine Twitterei schon einiges geregelt, und er hat z. B. vom Begriff ‚Ballerspiel‘ eine andere Vorstellung als andere Kinder.

Bedient euch, vielleicht kann sie euch als Basis für eine Vereinbarung mit dem eigenen Nachwuchs dienen.

Großen Dank auch an die großartige Lilian aka @textzicke, die sich des Textes noch korrigierend angenommen hat. <3

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Vereinbarung Smartphone
#Sohnemann, #Mama und Karsten Sauer vereinbaren für die Benutzung des Smartphones folgende Regeln.

1. Kontaktanfragen
a. Auf Kontaktanfragen von Dir erst einmal unbekannten Personen wird nicht reagiert. Wenn Du die Person wirklich kennst wird sie Dich in nächster Zeit auf die Kontaktanfrage ansprechen. Du verpasst nichts.
b. Sei vorsichtig mit wem Du Kontakt aufnimmst. Neben Deinen Freunden gibt es leider auch schlechte Menschen, die das Internet benutzen.

2. Zugang
a. Mama und Papa haben bzw. bekommen immer die aktuell gültigen Zugangsdaten wie PIN, Muster für Sperrbildschirm und Passwörter.
b. Mama und Papa dürfen in Deine Nachrichten von und an andere reinschauen. Das tun sie nicht, ohne vorher mit Dir darüber gesprochen zu haben.

3. Telefonate mit Mama und Papa
a. Wenn Mama oder Papa anrufen wird immer rangegangen. Immer. Falls Du den Anruf nicht gehört haben solltest wird sofort zurück gerufen, sobald Du das gemerkt hast.
b. Du kannst immer, immer bei Mama oder Papa oder auch Oma oder Opa anrufen wenn etwas ist. Ob Du Dich verlaufen hast, Dich vor etwas fürchtest oder eine Frage hast. Ruf an. Auch wenn Du im Ausland sein solltest. Kosten sind in dem Fall egal!

4. Zeiten
a. Nachdem Zubettgehen wird das Smartphone nicht mehr benutzt. Damit Du auch von eingehenden Nachrichten nicht mehr gestört wirst wird es in den Flugmodus versetzt oder ausgeschaltet.
b. Im Unterricht bleibt das Smartphone unbenutzt. Flugmodus oder Abschalten bleibt Dir überlassen.

5. Apps/Programme
a. Vor der Installation von Apps werden erst Deine Eltern gefragt. Dies gilt allgemein und erst recht, wenn es um kostenpflichtige Apps geht. In-App-Käufe werden gesperrt.

6. Inhalte
a. Ton: Schreibe nie etwas, was Du der Person nicht auch persönlich sagen würdest.
b. Bilder: Keine Bilder von Dir und Deiner Familie. Keine Gewalt, keine Nacktheit (auch nicht teilweise). Freunde werden vorher gefragt.
c. Kettenbriefe: Das sind lästige Zeitverschwendung und gehen meistens mit einer Drohung einher, was passiert wenn Du sie nicht weiterleitest. Tu das Dir und Deinen Freunden nicht an.
d. Aufenthaltsort: Bitte sei achtsam, wem Du Deinen Aufenthaltsort mitteilst. Tue dies nur bei Menschen, die Du schon lange kennst. Und es muss einen Grund haben, den Du verstehst.
e. Accounts/Benutzerkonten: Neue Accounts werden möglichst angelegt nachdem Du mit uns gesprochen hast. Wenn es gleich sein soll informiere uns dann bitte, damit wir uns das kurz ansehen können.

7. Anpassung dieser Regeln
a. Es wird hier und da knirschen. Tu Dein Bestes, um diese Regeln einzuhalten.
b. Diese Regeln sind lebendig. Wir werden sie von Zeit zu Zeit anpassen müssen. Das tun wir gemeinsam.

  41 comments for “Vereinbarung Smartphone

  1. prachtmaedchen
    8. Januar 2013 at 17:13

    Grundsätzlich finde ich es gut und auch recht umfassend. Ein paar Punkte, die mir aufgefallen sind

    – zu Inhalte: Irgendwie stören mich die Kettenbriefe hier. Ja, sie sind nervig, aber im Vergleich zu den anderen Punkten harmlos. Für mich passen sie von der Wertigkeit hier nicht so ganz rein.

    – Zu Inhalte: Ich könnte mir hier noch einen Punkt vorstellen, der sinngemäß sagt, dass dein Sohn nicht alles glauben soll was er sieht. Auch wenn es dazu ein Bild gibt oder einen Link oder sonst was. Alles ist manipulierbar.

    – Zu Inhalte: Ich könnte mir hier auch noch den grundsätzlichen Rat vorstellen, dass er sich an seine Eltern wenden soll, wenn ihm irgendwas komisch vorkommt.

    – Zu Kontaktanfragen: Der erste Punkt könnte vielleicht noch erweitert werden, dass er bei Kontaktanfragen von unbekannten Personen außer nicht reagieren auch noch seine Eltern fragen könnte, ob die ihm da vielleicht weiter helfen können.

    – zu Zeiten: Ich weiß nicht warum, aber nachts würde ich Flugmodus nicht als Option sehen. Rein vom Gefühl her, gehört für mich (zumindest für ein Kind) das Handy nachts ausgeschaltet.

    • Karsten Sauer
      9. Januar 2013 at 10:31

      Stimmt, Kettenbriefe sind ein Einzelphänomen, das er jetzt eh schon einschätzen kann.

      Die anderen Punkte habe ich direkt mal aufgenommen. Joah, das mit dem Flugmodus stimmt auch. Danke!

  2. 8. Januar 2013 at 17:22

    Ich weiss nicht… ich denke ein Vertrag mit (m)einem Kind ist da nicht das Mittel der ersten Wahl. Das scheint mir irgendwie zu sehr durch disenen iPhone-Kontrakt der Mutter mit ihrem Sohn – der gerade durch den Cyberspace getrieben wird – motiviert zu sein.

    Das sind alles valide Punkte die auch dringend angesprochen werden muessen. Auch ueberwacht und das fortlaufend und immer wieder. Aber das jetzt in ein Schriftstueck zu giessen – ich weiss nicht. Eine Beziehung innerhalb einer Familie ist doch was anderes als die, die ich mit meinem Mobilfunkanbieter, Internethoster, Arbeitgeber,… habe und die vertraglich geregelt sein muss/sollte.

    Wie geht es weiter und wo hoert man dann auf? Bei adipoesen Kindern gibt’s dann einen Vertrag ueber die Nutzung des Kuehlschranks und die Voratskammer? Wird spaeter auch eine Fahrerlaubnis fuer den Bollerwagen und das Fahrrad von den erziehenden ausgestellt?

    Also wie gesagt, alle Punkte die Du nennst sind wichtig und richtig. Vielleicht solltest Du Dir die Liste in die Schublade legen als Erinnerung was Du regelmaessig mit Deinen Leuten durchsprechen solltest. Aber ich wuerde dem kleinen 10jaehrigen Menschen noch nicht mir „Vertraegen“ auf den Geist gehen. Lass ihm noch die paar Jahre wo das auch noch ohne geht.

    Meine 2 Cents. :o)

    Schoene Gruesse vom Apfel,
    Holger

    • Karsten Sauer
      9. Januar 2013 at 10:40

      Neenee, der Beschluss, ein Regelwerk aufzustellen fiel schon beim Kauf vor Weihnachten. Bin ja auch sicher nicht der Erste, der den Gedanken hat. Der Vertrag von Gregory ist mir zu umfangreich und detailliert. Einzelne Punkte davon habe ich aber übernommen.

      In welcher Form andere Vereinbarung mit ihren Kindern regeln ist mir ehrlich gesagt ziemlich egal.

      Mir ist es wichtig, die Regeln an einer Stelle zusammengefasst zu haben. Und das so, dass man sie gemeinsam durchsprechen kann. Dass Junior darunter seinen Namen setzt stört ihn nicht, das findet er eher ‚groß‘. :-)

      Das gute Stück wird nach dem Gespräch in der Schublade landen und nur bei größeren Anpassungen wieder das Tageslicht geholt werden. Von daher alles ganz entspannt.

  3. 8. Januar 2013 at 17:30

    Das „Vertrags-Werk“ finde ich gut, die Anregungen von prachtmaedchen sind auch gut. Zu @Holger: Ab einem gewissen Alter braucht es etwas verbindliches, das man anfassen und wieder lesen kann, sich darauf beziehen kann. Und Jungs (meiner wird demnächst 12) habe auch immer noch ganz gute Ausreden. Ich verstehe zwar die Kritik, aber sehe auch die Bedeutung. Und, es ist ja nichts in Stein gemeißelt. :)

    • Karsten Sauer
      9. Januar 2013 at 10:41

      Danke. Sehe ich genau so. An dem guten Stück hängen ja echt potenziell hohe Kosten wenn was schief läuft. Drum finde ich es sinnvoll, Sohnemann mit der wunderbaren Welt des Rechts langsam in Kontakt zu bringen.

  4. anna
    8. Januar 2013 at 17:35

    Vorschlag: Kürze die Sätze auf das Minimum, so dass absolut klare Aussagen entstehen. Dein Sohn kennt dich ja und weiß sicher, dass das nicht unfreundlich gemeint ist.

    Formulierungen wie „möglicherweise“ und „bleibt Dir überlassen“ lassen zu viel Interpretationsraum, sind zu offen.

    Ich weiß ja nicht, wie Dein Sohn tickt, aber aus meiner Erfahrung brauchen Kinder auch in dem Alter absolut klare Ansagen, die ZUNÄCHST erst einmal keine Diskussion zulssen. Auch wenn es hart erscheint – es spart Nerven und Kosten.

    • Karsten Sauer
      9. Januar 2013 at 10:42

      Danke, das ist ein guter Hinweis. Das mache ich dann ganz am Ende, wenn alle Anregungen eingeflossen sind, die ich für sinnvoll halte.

  5. jke
    8. Januar 2013 at 18:18

    Veröffentliche keine Inhalte, für die Du Dich in ein paar Jahren schämen würdest.

    • Karsten Sauer
      9. Januar 2013 at 10:42

      Guter Punkt!

  6. 8. Januar 2013 at 18:33

    Punkt 3 und 4 widersprechen sich ein wenig. In der Schule Telefon aus, aber wenn Mama oder Papa anrufen, immer rangehen, was, wenn er das Smartphone in der Schule ausschaltet und dann wieder anzuschalten vergisst? Ich spreche da aus leidvoller Erfahrung;)

    • Karsten Sauer
      9. Januar 2013 at 10:43

      Wenn Schule ist, oder vergessen wurde es anzuschalten ist das völlig ok. Es geht mir darum, dass wir nie ‚weggedrückt‘ werden. Ich bin sehr gespannt, wie sich das entwickelt.

      • prachtmaedchen
        9. Januar 2013 at 11:02

        Ich traue mich heute noch nicht, meine Mutter wegzudrücken ;-) sowas prägt fürs Leben

  7. Anja
    8. Januar 2013 at 18:40

    …ich finde die Gedanken ebenfalls gut und richtig. Habe ja auch zwei Söhne. Aber einen Vertrags brauchts glaube ich nicht. Das muss man mal eindriglich erklären – vor allem, WARUM das so wichtig ist. Nicht aus mangelndem Vertrauen, sondern zum eigenen Schutz und wegen mangelnder Geschäftsfähigkeit, die (auch rechtliche) Folgen haben kann.

    Und wenn Du nicht arm werden willst… dann vielleicht noch ein Wort zu den Kosten – je nach Vertrag. Man sieht ja heute an der Nummer leider nicht mehr, wer in welchem Netz ist.

    Deine wichtigsten Punkte sind die fremden Kontakte und dass man nix über sich schreiben sollte, was man bereuen könnte. Nicht nur an Freunde – vor allem aber nicht öffentlich. Ihm muss daher der Unterschied zwischen persönlichen Nachrichten und Postings klar sein, damit mit den Klassenkameraden nix schief geht. Niemals jemanden dissen. Kein Mobbing. Keine blöden Kommentare unter Fotos. Auch nicht mitmachen, wenn andere es tun. Keine Mail (von Mädchen) an Kumpels weiterleiten… so in diese Richtung.

    Motto: Was Du nicht willst, dass man Dir tut…

    Und ganz, ganz, ganz wichtig finde ich in diesem Zusammenhang, dass man weiß, dass das Internet nichts vergisst und man abgeschickte Nachrichten nicht mehr löschen kann.

    • Karsten Sauer
      9. Januar 2013 at 10:47

      Die Schriftform braucht es m. E. wegen der schieren Menge der Punkte. Sonst vergesse ich nämlich auch selbst sicher etwas! Und das Erklären machen wir ja, wenn wir es gemeinsam durchgehen.

      Ja, das Kostenthema muss ich mir noch mal anschauen. Es ist zwar ein österreichischer Tarif, der sehr entspannt ist aber isch gugge mal lieber nochamal nach.

      Das Thema Weiterleiten finde ich wichtig, Danke. Aber das erklären wir ihm so ausserhalb der Vereinbarung. Sonst wird das zuviel.

  8. Roland
    8. Januar 2013 at 20:00

    Im großen und ganzen gut durchdacht. Ein Punkt wäre aus meiner Sicht noch die Schaffung eines Kostenbewusstseins speziell bei begrenzten Datenkontingenten. Das Thema Roaming sollte in unserer Gegend auch nicht vergessen werden, da dieses ja implizit zugelassen ist.

    • Karsten Sauer
      9. Januar 2013 at 10:49

      Danke, Datenroaming haben wir eh direkt mal gesperrt. Anrufe gehen, aber das soll auch so. Das mit den +41/+43/+49 hatten wir auch schon. Datenvolumen ist bei dem Tarif recht entspannt.

  9. Nick
    8. Januar 2013 at 22:02
    • Karsten Sauer
      9. Januar 2013 at 10:49

      Ja, daraus sind einzelne Punkte eingeflossen.

  10. 8. Januar 2013 at 22:09

    Gute Initiative! ;-)
    Ich würde aktive Formulierungen wählen, kürzer und direkter ansprechen. Das verstehen Kinder besser! ;-) Beispiel: … Dies gilt für ALLE Apps, egal ob kostenlos oder kostenpflichtig.

    6e: Das würde ich persönlich restriktiver formulieren. Neuaccounts werden ohne Ausnahme zusammen eingerichtet…

    Ein Hinweis auf Adresse: Keine vollständige Adresse, Tel. etc. angeben.
    Evtl. Hinweis auf SPAM?
    Evtl. ist auch ein Hinweis (Restriktion) auf die Nutzungsdauer pro Tag sinnvoll! (Ich spreche aus Erfahrung!) Ich persönlich würde die Nutzung in dem Alter ohnehin aufs Minimum beschränken.

    • Karsten Sauer
      9. Januar 2013 at 10:52

      6e. Najaa, ich sehe halt solche Situation vor mir, dass die anderen Kumpels alle eine (sinnvolle) App haben und er erst mal nachfragen muss. Aber ich lasse mir das noch mal durch den Kopf gehen, danke!

      Adresse/Aufenthaltsort haben wir schon bei unseren (verbalen) Twitter-Regeln geklärt. Spam? Ja, klären wir fallweise.

      Nutzungsdauer loten wir gerade noch aus. Sollte dann aber wohl auch rein. Stimmt.

  11. 8. Januar 2013 at 22:32

    Da ich nicht weiß was dein Sohn für einen Tarif hat, ggf. noch den Hinweis, daß er bei FREMDEN Rufnummern nicht einfach zurückrufen soll?

    • Karsten Sauer
      9. Januar 2013 at 10:53

      Das soll er tarifunabhängig schon gar nicht (1.a).

  12. AlexDD55
    9. Januar 2013 at 11:01

    Möglicherweise hast du es einfach nicht hier geschrieben, aber was sind denn die Konsequenzen beim nicht einhalten der Regeln?
    Ich denke, der Korrektheit wegen, sollten diese auch in dem Vertrag festgehalten werden ;)

    • Karsten Sauer
      9. Januar 2013 at 11:08

      Stimmt! Gleich mal aufgenommen.

  13. 9. Januar 2013 at 12:26

    Wie wär’s mit einer grundsätzlichen Präambel. In deren Geist können dann die Anpassungen, die zwangsläufig kommen werden, gestaltet werden.
    In der Präambel sollten Sinn und zweck der Vereinbarung genannt werden, z.B. Schutz des Kindes vor körperlichen, emotionalen und wirtschaftlichen Schäden; die Möglichkeit für das Kind frühzeitig Verantwortung und Medienkompetenz zu lernen; für die Eltern die Möglichkeit zu lernen, dem Kind Verantwortung zu übertragen, mit der es umgehen kann, etc.

    • Karsten Sauer
      9. Januar 2013 at 12:28

      Eigentlich hatte ich mich gegen vermeidbare Bestandteile der Vereinbarung gewehrt, um es nicht zu formell und eben auch kurz zu halten. Aber Du hast Recht: Darin könnte man formulieren, dass es eben wirklich zum Wohl des Kindes (und implizit der Konten der Eltern) ist.

  14. Cecilia
    9. Januar 2013 at 13:35

    So, nun mal ein bisschen ausführlicher:
    Im Prinzip finde ich es gut, dass man (auch schriftlich verfasste) Regeln aufstellt. Und sei es nur als Gedankenstütze. Vor allem weil man sich immer wieder darauf berufen kann. Ich würde dabei auch auf kurze und präzise Formulierungen achten.

    Eigentlich ist es selbstverständlich, aber da das so wichtig ist, würde ich wirklich betonen, dass Dein Sohn sich immer an die Eltern wenden soll, wenn ihm etwas merkwürdig vorkommt oder er etwas nicht richtig versteht. Und dass ihr bei Kontaktanfragen zusammen schaut und überlegt, ob und wie darauf reagiert wird. Das müsste meines Erachtens aber nicht unbedingt so ausführlich schriftlich festgehalten werden. Das könntet Ihr auch besprechen, wenn ihr sicherlich gemeinsam das neue Regelwerk anschaut und darüber diskutiert.

    Und dann fände ich es auch sehr wichtig, dass Dein Sohn versteht, warum es diese Regeln gibt. Dass sie zu seiner Sicherheit da sind – und natürlich nicht, um ihn zu ärgern oder zu bevormunden. Wie wichtig seine Privatsphäre ist, wenn er sich in einem so immens großen öffentlichen Raum bewegt.

  15. 10. Januar 2013 at 09:53

    Worauf beziehen sich denn die in Punkt 1 genannten Kontaktanfragen? Facebook?

    Falls ja: explizite Regeln für dessen Nutzung (und die anderer sozialer Netzwerke o.ä.) hätte ich für mindestens gleich wichtig erachtet wie jene fürs Smartphone. Vielleicht habt Ihr sie ja schon.

    Oder wird dieser Punkt schlichtweg durch 6e aufgefangen, d.h. die Freigabe neuer Accounts beinhaltet die Diskussion der jeweils drohenden Gefahren und geltenden Regeln? (Vermutlich hätte ich das dann zumindest in 6e noch explizit angesprochen.)

    • Karsten Sauer
      10. Januar 2013 at 10:03

      Das bezieht sich erst mal auf alle. Sohnemann ist noch bei keinem sozialem Netzwerk. Wenn es soweit ist werden wir das Thema eh noch mal ausführlicher besprechen müssen. Da öffnen sich ja quasi quietschend die Tore zur Hölle!! ;-)

  16. 10. Januar 2013 at 10:23

    Du kannst „Netzgemüse“ nicht gelesen haben, sonst würdest Du das nicht so negativ darstellen … ;)

    • Karsten Sauer
      10. Januar 2013 at 10:31

      Oh, ist das von der SoMe-Lobby gesponsort und drum so positiv? ;-)

  17. 10. Januar 2013 at 11:54

    Ist es jetzt peinlich, nicht zu wissen, was die SoMe-Lobby ist?
    Wie auch immer: keine Ahnung, inwieweit es gesponsert ist. Aber natürlich haben die Häuslers als Autoren eine sehr positive Grundhaltung dazu und die schildern sie eben. Find’s tatsächlich sehr lesenswert.

    (Wollte hier jetzt eigentlich keine Werbung machen, sorry. Zumindest habe ich aber keine Aktien drin.)

  18. Kollege Christian
    10. Januar 2013 at 18:54

    Hi Karsten,

    es wurden ja schon einige gute Punkte hier genannt. Generell bin ich zwar auch kein Freund solcher Verträge mit Kindern, aber wenn ihr euch bereits gemeinsam darauf committed habt, dann nur zu! ;-) Wichtig, wie auch bereits von jemandem erwähnt, ist aber dann auch das Aufführen von Konsequenzen bei Nichtbeachtung der Regeln.

    Und noch wichtiger finde ich persönlich den auch schon angesprochenen Punkt, dem Kind vertrauensvoll zu vermitteln warum ihr solch ein Vertragswerk aufgesetzt habt. Vertrauen schaffen statt Misstrauen schüren. Und darum würde ich Punkt 3 auch direkt zu Punkt 1 machen, das Mama-Papa-Thema also direkt vornewegstellen und noch ein wenig erweitern. Die Idee einer Präambel finde ich ebenfalls gut.

    An manchen Stellen würde ich noch deutlicher und klarer formulieren, was du genau meinst. Gerade bei den Inhalten. Etwas schwammig klingt zum Beispiel 6b: „Freunde werden vorher gefragt.“ Was genau werden sie gefragt? Oder 6c: „Tu das Dir und Deinen Freunden nicht an.“ Was nicht antun? Die Kettenbriefe weiterzuleiten oder sie NICHT weiterzuleiten? Oder 6d: „Und es muss einen Grund haben, den Du verstehst.“ Hääh?

    Dann mal gutes Gelingen! Ach ja, und vergiss am Ende die salvatorische Klausel nicht! ;-)

    • Karsten Sauer
      14. Januar 2013 at 10:24

      Präambel aufgenommen, Formulierungen präzisiert. Danke!

  19. 10. Januar 2013 at 23:48

    Du könntest noch ein wenig an den Formulierungen feilen. Sätze wie „Auf Kontaktanfragen von Dir erst einmal unbekannten Personen wird nicht reagiert.“ klingen irgendwie falschrum. Warum schreibst du nicht „Akzeptiere nur Freundschaftsanfragen von Menschen, die du kennst.“ Es fehlen auch die diversesten Kommata etc. ;)

    • Karsten Sauer
      14. Januar 2013 at 10:25

      Hab die Formulierung umgedreht. Danke!
      Tja, die Kommata, wir werden wohl nie Freunde.

  20. 14. Januar 2013 at 16:35

    Gregory hat übrigens mittlerweile geantwortet:

    http://www.geekculture.com/joyoftech/joyarchives/1790.html

  21. Penny
    21. Februar 2013 at 15:27

    Habe den Vertrag gerade einem Kollegen zur Verfügung gestellt, der seiner 10-jährigen Tochter ein Smartphone gekauft hat. In seinem Namen-vielen Dank für den Input. :)

  22. 12. März 2013 at 07:00

    Klasse Aufstellung! hab ich mir gleich mal abgespeichert und weiter verteilt. Dieser „Vertrag“ wäre mit Sicherheit auch etwas für so manch unbedarften Erwachsenen…

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