Umma hüsla! Hackathon in Dornbirn.

Umma Hüsla. 1. Vorarlberger Hackathon.

UPDATE: Hier sind die Ergebnisse des Umma hüsla noch einmal schön aufbereitet.

Umma hüsla, aha, soso. ‚Was haben sie denn jetzt nun wieder vor?‘, dachte ich. Aber zum Glück stand auch gleich dabei, was es letztlich sein sollte:  Ein Hackathon! Ein Haufen Leute schließen sich viele Stunden ein, um am Stück eine Lösung für was auch immer zu entwickeln. Umma hüsla ist vorarlberger Dialekt für sowas wie ‚herum werkeln‘. Und das wurde es dann auch. Und wie!

Gehört hatte ich schon von Hackathons. Besucht habe ich aber bisher nur BarCamps und nahm mal an, eine ähnlich offene, freundliche und konstruktive Atmosphäre vorzufinden und wurde nicht enttäuscht. Ich bin zwar kein Coder, aber das war ausdrücklich keine Hürde bei dem Event, das Johannes, Guntram und Chris organisiert haben.

Eigentlich dachte ich: Da wird nur nerdiges Zeug gecoded mit minimaler Nachvollziehbarkeit. So wie in The Big Bang Theory, als die Jungs Autos per Internet von Leuten in aller Welt fernsteuern ließen.

Nunja. Weit gefehlt. Was heraus kam war ein knallbunter, lustiger Mix aus echten Lösungen und Spaß. Aber von vorn: Es war recht schnell klar, dass ich zusammen mit den Kindern vorbei schauen würde. Und nach und nach die Nachrichten von stetig steigenden Teilnehmerzahlen kamen stieg die Spannung und Erwartung. Und mit dem Verweis auf die Ähnlichkeit zu einem Barcamp waren die Kinder schnell überzeugt.

Eröffnet wurde der Hackathon am Freitag mittag mit der Vorstellung der Themen und Ziele. Das ging von Twitter-basierten Projekten (die ich ja per se liebe) über sehr tech-lastige Themen (Video-Processing, Prozessoptimierung im e-Commerce, etc.) bis hin zu Spielen – als App aber auch als Hardware-Version. Aber dazu später mehr.

Wo fand das ganze statt? Die Location war ideal für dieses Setup: Der Coworking Space Dornbirn auf dem Campus-Gelände. Großräumige Lounge mit Küchenzeile für das Catering, Sitzgelegenheiten und Tische, Leinwand – alles ,was man braucht. Großen Dank an dieser Stelle an Prisma für die Räumlichkeiten!

Nach der Ideenvorstellung wurde es erst mal still. Die Teams zogen sich in ihre Räumlichkeiten zurück und machten sich ans Werk und wir uns auf den Weg, um unsere Samstagseinkäufe zu erledigen. Abends schauten wir (nicht zuletzt auf Drängen der Kinder) noch mal vorbei und konnten schon erste Teilergebnisse bestaunen.

Den mit Abstand größten Funfaktor hatten zwei Projekte: Das Fishy-Spiel von Johannes und Matthias und die grandiose Hardware-Version von Flappy Bird! Diese wurde von Studenten einer Hochschule aus Oberösterreich gebastelt. Wir durften schon mal mit dem Prototypen spielen:

Dann haben wir die Jungs (sic! Keine Mädels am Start. Schade!) erst mal in Ruhe werkeln lassen.

Richtig gefreut haben wir uns dann am Samstag auf die Ergebnispräsentation um 16h. Es war der Hammer. Was da alles zusammen kam war großartig!

Ergebnispräsentation. Foto: @joemoeATWie gesagt gab es zwei Twitter-basierte Services: Einen, der es ermöglichte anhand der Location-Angaben eines Tweets eine Aktion wie ein Following oder eine Mention auszulösen. Der andere ist eine Abstimmungstool, das Antwort-Tweets auf eine Frage auswertet und das Ergebnis schön darstellt.

Es gab einen RSS-Reader auf wohl einer gewagten technischen Basis – das war das Projekt, das ich am wenigsten einschätzen konnte. Anschaulicher war z. B. ein Service, um Verabredungen zum Mittagessen zu koordinieren und diese gleich in einer Reservierung münden lassen.

 

Neben einer Facebook-Like- und sprachgesteuerten Kaffee-Maschine, die während der Zubereitung auch noch Musik spielt (großartig!) gab es auch Projekte mit Video-Processing zum interpretieren von niedergeschriebenen Tasks und einer Zuordnung zu Personen anhand der Farbe der Umrandung.

It's fishyIn der Abteilung Spiele gab es das Team ‚Kellerkinder‘ bestehend aus Schülern der HAK Bregenz, die ein Android-Spiel bauten, es gab das Hardware-Flappy-Bird und das fischige Game von Johannes und Matthias.

Letzteres waren optisch die absoluten Highlights und Leckerbissen! Johannes hat sich in schöpferischer Extase quasi stündlich selbst übertroffen und dem Spiel seine besondere visuelle Note verpasst.

Das Flappy Bird Spiel war natürlich der absolute 3D-Knaller, der für all den Frust entschädigt hat, den mal bei der Softwarevariante erlitten hat. Geil!

 

Es gab auch Beiträge zum Thema eBusiness. Konkret waren das Lösungen zur Steuerung von Beilagen zu versendeten Produkten und eine zur Automatisierung von Screenshots in Produktpräsentationen. Beides mit mit sehr konkretem geschäftlichen Nutzwert. Hammer!

Das Indoor-Location-Projekt kämpfte wohl mit ein paar technischen Problemen, dafür konnte ein anderes Team eine Lösung für die Verwaltung von Atemluftflaschen vorstellen.!

Ich hatte die große Ehre, Teil der Jury zu Verleihung diverser Awards zu sein, die gleich im Anschluss verliehen worden.

Vielen Dank an die Organisatoren und die Sponsoren, ohne die die Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre.


Die Kinder hatten den allergrößten Spaß und Frau Tochter war heute recht stinkig, dass wir nicht schon wieder hingehen können. Der Große hat die Veranstaltung wie folgt kommentiert:

„Gute Ideen und guter Service. Zum Beispiel gute Musik, Bobbycarrennen, einen Kühlschrank mit Getränken aller Art (auch für Kinder) und Tischfussball. Und auch überall freundliche Menschen mit denen man Spass haben kann. Ich würde auf jeden fall empfehlen sie dort mal zu besuchen. Hammer.“

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