Unmatched Traffic Control – Erfahrungsbericht

Vor einer Ewigkeit bin ich über ein iPhone-Spiel gestolpert. Keine Ahnung, wie ich darauf kam, aber auf einmal hatte ich Flight Control auf dem iPhone und habe es am selben Tag meine komplette Zugfahrt nach Österreich gespielt. Es geht darum, dass man anfliegende Flugzeuge Landebahnen auf einem Flughafen zuordnen muss, um sie dort zu landen. So weit so simpel. Allerdings haben die Flugzeuge unterschiedliche Geschwindigkeiten und müssen auch auf die ihnen jeweils zugeordnete Landebahn, was man an den Farben erkennen kann. Mit zunehmendem Fortschritt wimmelt es am Himmel und man muss schauen, dass man Kollisionen vermeidet und trotzdem alle Flieger zu Boden bringt. Suchtgefahr! Und die Anfangsmusik war niedlich und hat einen in eine angenehme Stimmung versetzt. Ich habe noch heute einen Ohrwurm, wenn ich an sie denke!

Irgendwann war das Spiel durchgespielt und uninteressant. Bis vor ein paar Tagen. Da fiel es mir wieder ein und ich lud den Nachfolger ‚Flight Control‘ und hatte ein paar Tage Spaß damit. Es firmiert heute unter ‚Plane Control‘ mit Leveln mit Tornados, Militär-Konflikten, Buschbränden, kreuzenden Transportflugzeugen und Aliens. Bissl albern, aber machte mir einige Tage großen Spaß.

Als mir Flight Control langweilig wurde erinnerte ich mich, dass diese Spiele unter dem Namen ATC – Air Traffic Controller firmieren und suchte nach anderen Apps – und wurde fündig, und WIE! Ich stieß auf Unmatched Air Traffic Control und war erst mal skeptisch. Je großspuriger der Name, desto Skepsis, so! Aber ich wurde nicht enttäuscht. Und das, obwohl es kostenlos ist.

Unmatched Traffic Control

Als erstes fasziniert mal die Grafik! Da rendert sich das iPhone einen Wolf und das merkt man direkt mal am Stromverbrauch, aber der lohnt sich. Es gibt verschiedene Ansichten: Übersichtskarte im 80er Stil (Wichtig in der Nacht oder bei Nebel), Der Blick aus dem Tower, die Vogelperspektive, per Fernglas etc.

Da nach dem Start erst mal gefühlt gar nichts passierte las ich die Instructions – etwas, das ich tunlichst vermeide, weil ich mir Dinge gern erarbeite. Aber es lohnte sich. Ich machte mich mit den Controls vertraut und arbeitete meine erste Schicht. Es sind immer die selben Grundkommandos, die man gibt, aber die wollen wohlgetimed sein: Pushback (Achtung, es könnte ein anderer Flieger in die Quere kommen), Taxi (siehe Pushback), an der Startbahn muss man mit dem Align oder direkt dem Takeoff vorsichtig sein, weil man einem Flieger zuvor die Landefreigabe gegeben haben könnte. Und wenn einer gelandet ist, braucht der natürlich ein Gate zum andocken – auch wieder über die Wege, auf denen zur Startbahn ge’taxit‘ wird. Tricky – und das macht den Spaß aus!

Funksprüche

Nachrichten über die Bereitschaft zum Pushback oder eine Anfrage der Landeerlaubnis kommen zwar als textliche Einblendung rein, es werden aber auch die entsprechenden Funksprüche eingespielt – und das mit verschiedenen Stimmen, bis hin zum indischen Akzent, der wirklich schwer zu verstehen ist. Das Geile: Wenn man wollte, KÖNNTE man das Spiel auch per Sprache bedienen, also die Funksprüche selbst abgeben. Nichts für mich, aber sicher gibt es Aviation-Nerds, die das nutzen!

Zu Anfang sind nur wenige Gates freigeschaltet und man muss Coins durch Starts und Landungen verdienen, mit denen man weitere Flieger kaufen kann. Dafür muss man das kurz Spiel verlassen – hab ich lange nicht gecheckt. Gates muss man auch frei kaufen. Das erkennt man an den Schlössern, die in der Grafik über den Fliegern, die da stehen, hovern. Je nach Lage haben die unterschiedliche Preise. Coins kann man per in-App-Kauf erwerben, aber das mache ich prinzipiell nicht.

Wem der Betrieb zu langsam vonstatten geht, der schaltet die *4-Funktion ein. Dann läuft alles (oh Wunder) in vierfacher Geschwindigkeit ab. Der Betrieb orientiert sich nach dem Flugplan, der für mich aber am iPhone7 kaum lesbar ist. Das mag aber an meinen trüben Augen liegen.

Nach einigen Stunden, die aber Spaß gemacht haben, habe ich endlich den zweiten Flughafen mit erspielten Coins freigekauft und agiere nun am Paradise Airport statt in den Rocky Mountains (Auch nur ein Runway, der in zwei Richtungen operieren kann, aber jetzt habe ich drei Gates, die zudem in Hufeisenform angeordnet sind

Natürlich hätte ich den Fortschritt (Gates öffnen, Flugzeuge kaufen) auch mit echten Euros beschleunigen können, aber das ist nicht mein Stil.

Also: Runterladen, installieren und für Ordnung sorgen!

  1 comment for “Unmatched Traffic Control – Erfahrungsbericht

  1. Mandy
    12. Oktober 2018 at 15:25

    Und meine Nerven… ????

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