Archive for the ‘iPhone’ Category

Mobiledevcamp Munich 2009 #mdc09

Posted 01 Nov 2009 — by Karsten Sauer
Category Allgemein, Apple, BarCamp, Technik, Webwelt, iPhone

mdc09_120x240pxEine Veranstaltung soll man verbloggen, wenn die Eindrücke noch frisch sind. Und Eindrücke habe ich wieder einmal reichlich gesammelt!

Es war mein erstes BarCamp, das eine Spezialisierung hatte aber das erstreckte sich nur auf das Thema. Die positive und konstuktive Grundstimmung, die BarCamps ausmachen war auch in München deutlich zu spüren.

Ich war überrascht, wie vertraut ich mit dem Spezialthema ‘Mobile’ war. Scheinbar habe ich mich durch mein Begeisterung für Gadgets aller Art – vor allem mitnehmbare – latent auf dem Laufenden gehalten.

Die Location hatte amerikanischen Charme: Wir waren im deutschen Hauptquartier von Intel. Dank der hochpräzisen Navi mit dem iPhone bin ich erst einmal direkt daran vorbei gelaufen, aber zum Glück konnte mich Gerald dann schnell einsammeln. Danke noch einmal dafür!

Zu den Sessions, an denen ich teilgenommen habe:

Das iPhone als Mobile Enterprise Plattform? (Stefan Schuhmann)

Stefan hat sehr schön die Herausforderung dargestellt, eine geschäftliche Anwendung für das iPhone zu erstellen. Anhand weniger einfacher Use Cases hat er erläutert, auf welche Framework-Elemente man zurückgreifen und welche Fallstricke man beachten muss.

Key Learning: Wer eine App für das iPhone plant sollte – bevor er viel Geld in die Hand nimmt – erst einmal durch einen Experten prüfen lassen, welche Beschränkungen einem einen Strich durch die Rechnung machen könnten. Neu war mir, dass B2B-Apps nicht den Approval-Prozess durch Apple durchlaufen wie B2C-Anwendungen. Aber hier war man sich nicht ganz einig, wie es hierum tatsächlich bestellt ist.

Mobile Trends in Marketing und Kommunikation (Florian Bergmann)

Mit seiner ihm höchsteigenen Leichtigkeit hat @flobby aktuelle Trends aus aller Welt (vornehmlich US, UK und Japan) vorgestellt. Viele herrlich sinnlose Dinge waren dabei, die gute Lacher hervorbrachten, die sich aber wohl nicht weltweit in epischer Breite durchsetzen werden. Aber einige Ansätze waren dabei, die direkt von der Runde weitergesponnen und für durchaus zukunftstauglich erklärt wurden. Vielleicht fallen mir später noch ein paar Beispiele ein.

Buddycloud (Simon Tennant)

bcloudSimon hat Buddycloud vorgestellt, eine Location-based Anwendung, mit der Leute ortsbezogen Statusmeldungen abgeben könne, andere Leute treffen können und Themen-Channels anbieten können. So ganz ging das Thema nicht an mich heran, da wir in Deutschland mit Brightkite, Gowalla, HeyWAY, Latitude u.s.w. ohnehin schon überversorgt sind.

Die Verbreitung von Buddycloud ist allerdings auch abhängig von der Verbreitung von Symbian, wodurch sich Aktivitätsschwerpunkte in wie Ägypten, Fernost und Finnland herausbildeten.

Wie sieht deine Netbook-Killer-App aus? (Michael Hülskötter)

Diese Session hatte einen extrem hohen Unterhaltungswert. In jeweils 60 Sekunden konnte man seine Idee einer Killer-App für Netbooks vorstellen. Die Teilnehmer waren hochmotiviert, da es 2 Netbooks zu gewinnen gab. Die Jury hat sich den Nachmittag über beraten und am Abend die Preisverleihung vorgenommen. Die Übersicht über die vorgestellten Killer-Apps gibt es hier.

Mobile Bezahlsysteme in Deutschland und weltweit (Peter Wittmann, Fraunhofer Venture)

Peter hat vorgestellt wie sich das Thema mobile payment über die Jahre und die Regionen der Welt entwickelt hat. Allgemeines Fazit war, dass sich bei uns wohl erst mal nicht viel tun wird, da wir durch die Bezahlstrukturen in Deutschland eigentlich ausreichend versorgt sind und die Player, die sich hierfür einigen müssten zu groß und starr sind (Banken, Telekommunikationsunternehmen).

Mobile Bezahlsyteme haben sich vornehmlich dort durchgesetzt, wo ebendiese Strukturen nicht vorhanden waren, wie z.B. das Payment per SMS  in Afrika.

Ich bin zwar noch ein eine weitere Session (wegen Verschiebung der Session, die mich primär interessierte) geraten, habe aber dort kaum ein Wort verstanden, da es um Linux-Distributionen ging und das für mich eine Schicht zu technisch war.

Einen Überblick über die Sessions gibt es hier.

Mein Namenschild habe ich in gewohnter Manier wieder gleich eingesaut. Diesmal nicht mit Kaffee, sondern mit Tinte.

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Sehr schöner Sticker für das MacBook (gesehen bei @itisalive )schneewittchen_500:

Viele Preise gab es zu gewinnen

preise_500

Alles in allem: Ein kleines, feines, spezielles Camp, das gern noch den Sonntag hätte in Anspruch nehmen können! Nächstes mal gerne wieder! Großen Dank nochmal für die großartige Orga – und nicht nur für das Essen…

Der DBLocator

Posted 15 Sep 2009 — by Karsten Sauer
Category Allgemein, Reisen, Technik, Twitter, Webwelt, Zug, iPhone

dblEs war einmal kurz vor Mannheim im ICE: Durchsage sinngemäß ‘Aufgrund eines Blitzeinschlags kam es im Stellwerk zu einem Schaden, der die Weiterfahrt verhindert’. Gehört – getwittert. Kurz darauf kam ein @reply von @fachatc mit der Aussage ‘Da sitzt ihr wohl im selben Zug, der @sauerstoff und der @loebel!‘. Jemand, der uns beiden folgt hat uns quasi miteinander bekannt gemacht, da der andere aus dem selben Zug getwittert hat.

Ich bin darauf hin durch den Zug marschiert und habe mit der Info, dass der absendende Client Tweetdeck war nach der typischen mehrspaltigen App auf den anwesenden Notebooks geschaut. Und siehe da: Da saß er dann auch, der @loebel! Kleines Schwätzchen, netter Plausch – so soll es sein!

Cool, dass sowas funktioniert, aber noch cooler wäre doch, wenn das systemisch funktionieren würde. Und es tut! Seit kurzem gibt es den DBLocator. Read More

Blau

Posted 07 Jul 2009 — by Karsten Sauer
Category Allgemein, Twitter, Webwelt, iPhone

blau

Für wen ist HeyWAY sinnvoll?

Posted 24 Jun 2009 — by Karsten Sauer
Category Allgemein, Frankfurt, Friends, Stuttgart, Webwelt, Zug, iPhone

heyway-iconHmm. Ich habe noch einmal über HeyWAY nachgedacht. Das mit dem Pushen ist ja nett und hält in einem albernen Moment auch mal für einen guten Scherz her (Weckrufe um kurz nach Sechs – die betroffenen wissen schon bescheid), aber für wen taugt denn das wirklich? Doch nur Gruppen, die ausreichend viele Schnittpunkte in ihrem Bewegungsmuster haben, oder?

So bin ich über HeyWAY mit ein paar Leuten connected, die sich in der Regel innerhalb einer Stadt (z.B. Göppingen) bewegen, die ich fast nie betrete, allenfalls durchreise. Sollte wohl öfters aussteigen. Und auf den Strecken, auf denen ich mich so in der Regel bewege habe ich (noch) keinen HeyWAYer. Die Schnittmenge ist also denkbar klein.

Wie seht ihr das?

Der lange Weg zum iPhone

Posted 28 Apr 2009 — by Karsten Sauer
Category Allgemein, Apple, Technik, iPhone

SauerPHONENicht wirklich auf den Punkt, das musste alles mal gesagt werden…

Meine bisherige Haltung zu Apple

Vorweg – Ich bin kein Apple-Fanboy. Bin ich nicht und werd ich nie. Allein das Wort klingt schon viel zu bescheuert. Aber an dieser Stelle muss ich mich mal zu meinem langem Weg zu iPhone auslassen.

Apple war mir schon immer suspekt. Das war immer so eine exotische Parallelwelt zum PC, die die Nase immer ein Stückchen im steileren Winkel trug. Und wenn ich mir die Verbreitung von Apple-Systeme ansah dachte ich mir immer: Na, wenn es so gut ist, warum nutzen nicht viel mehr deren Rechner? Aber wenn es immer nach der Qualität ginge hätten wir damals alle Betamax verwendet und nicht VHS.

Was mir später beim Stichwort ‘Apple’ auf den Zeiger ging war, dass ich den Eindruck hatte, die mir bekannten Apple-User (bis auf den Admartinator – mit dem habe ich ja dank Twitter seit ein paar Monaten erst wieder richtigen Konkakt) sind nur auf dem Trip, um sich möglichst gegenüber den vielen PC-Usern abzuheben. Abgrenzung durch Beitritt zu einer Randgruppe? Naja, in absoluten Zahlen betrachtet kann man wohl kaum von einer Nische sprechen. Das hat mir Apple nicht sympathischer gemacht.

Was ebenfalls nicht dazu beigetragen hat war mein Erlebnis, einmal ein CMS anhand eines Macbooks aufzusetzen. Zugegeben – es war ein älteres Modell (der Mac, nicht das CMS) und mein neben mir sitzender First-Level-Support war mit meinen Rückfragen reichlich überfordert: “Wie, FTP? Dateien ins Internet schieben? Da gibt es was mit einem Hund, glaube ich!”. Naja, nach einem Dreifachen der üblichen Zeit habe ich auch das geschafft.

Episode iPod

Nach langem Hadern habe ich mir letztes Jahr einen 160GB-iPod gekauft (zum Glück online – Stichwort 14-Tage-Rückgaberecht). Ziel war, meine vielen auf shift.tv aufgezeichneten TV-Serien immer bei mir zu haben. Da ich viel mit der Bahn reise ist Portable-Entertainment ein echtes Thema für mich. Ausserdem hat mich dieser Handschmeichler im Mediamarkt schon immer angemacht.iPod versus Archos

Nunja. Soviel zur Theorie. Entnervte (gefühlte) 10 installierte und wieder deinstallierte Konvertierungsprogramme und viele Stunden an Testläufen später habe ich das Gerät wieder eingesendet und mich eines Archos 504 bedient, der hervorragende Dienste leistet! Apple und ich wurden immer noch keine Freunde. Davon, dass das iPod-Menü alles andere als intuitiv ist ganz zu schweigen. Den Blopost dazu ist hier nachzulesen.

Feuer gefangen

Kurz nach Erscheinen der ersten iPhones habe ich in einem überfüllten Zug Erstkontakt zum Gerät gemacht. Der gute Mann neben mir hat seines gerade seinen Kollegen vorgeführt, als er meinen neugierigen Blick auffing und mir anbot, ein wenig damit herumzuspielen. Und die Handschmeichelei, die der iPod angefangen hat wurde mit dem iPhone zur Handschmuserei. Hmmm. Multitouch und die Blätterei durch Fingerwischen haben ihre Spuren bei mir hinterlassen. Ab dem Zeitpunkt hatte ich ein äußerst ambivalentes Verhältnis zum iPhone. Neid auf jeden, der eines sein Eigen nennen durfte, abgeschreckt von den horrenden Tarifen der T-Mobile. Ausserdem war da ja noch meine lang gehegte Abneigung gegen die Marke.

Was mir die Marke übrigens nicht gerade sympathischer machte war ein Zitat das mir @krahe vorlegte in dem es sinngemäß hieß: Apple vergleicht sich nicht mit anderen Firmen sondern versucht einfach so am Besten zu sein. Das klang für mich zunächst mal nach Angst vor dem Vergleich. Aber je länger ich mein iPhone nun habe, desto mehr verstehe ich diese Aussage. Ein direkter Vergleich mit anderen Smartphones ist schlicht nicht möglich. Allein, das iPhone ein Smartphone zu nennen klingt in meinen Ohren schon schräg.

Natürlich lassen sich Tabellen mit Features aufstellen und jeweils Häckchen und Kreuzchen setzen. Aber der Vergleich hinkt einfach, weil das iPhone Dinge kann und tut, die kein anderes Gerät beherrscht! Und diese Features werden nie zum Vergleich herangezogen – bisher jedenfalls nicht. Statt mich jetzt in technischen Fachbegriffen zu verlieren sage ich nur: Spaß an der Bedienung. Das Gerät ist Lifestyle – so hohl ich den Begriff ansonsten finde, aber das Teil macht den Alltag netter.

Evangelist, der ich bin.

Momentan macht es mir einen Riesenspaß, andere beim selben Entscheidungsprozess für den Kauf eines iPhones zu beobachten und in die entsprechende Richtung zu bearbeiten.  Wunderbares Prachtexemplar: Der Oliver G. Wiederholt hat er bei pl0gbars mit dem iPhone herumhantiert und da habe ich es live erleben können: Seine Pupillen weiteten sich unmerklich und nahmen die Form von kleinen Äpfelchen und einen seltsamen Glanz an!

Tweetie-TimelineUnglaublich, aber so muss das bei mir auch ausgesehen haben, als mir @gissmog seines mit den Worten überließ “Meld Dich mit Tweetie mal an und schau Dir Deine Twitter-Timeline mal am iPhone an”. Das war bei mir nämlich der Moment, von dem es kein zurück gab. Der Verstand versucht, noch eine Weile es mit eilig zusammengestellten Featurelisten mit Erfüllungsgrad und Priorisierung schlecht zu machen, aber Äpfel lassen sich so schlecht mir Häckchen vergleichen!

Die glänzende Glas-Oberfläche, das abgerundete, präzise verarbeitete Gehäuse, die Intuitive Bedienung (Yep – beim iPhone scheints endlich damit zu klappen. Danke, Apple!) tun ihr Übriges. Und wenn man im App-Store dann die ganzen z.T. sinnlosen aber spaßbringenden Apps entdeckt ist das Spielkind im Manne schon überzeugt. Dann ist es vorbei mit der Sachlichkeit.

3445271960_628948c6f5Und auch Du – Oliver wirst auf Dauer diesen Kräften erlegen sein. Da bin ich fast sicher! Je früher Du nachgibst, umso länger hast Du Spaß an Deinem neuen Lieblingsspielzeug! Und bis dahin werde ich Dich regelmäßig in diese Richtung bearbeiten. Versprochen!

Update 18.05.09: Ein wunderbarer Song eines angehenden iPhone-Konvertiten gibt es in der Rede von David Pogue bei TED. Ab Minute 24 geht es los.