Leute, ich bin verunsichert. Ja, manchmal geht das schnell. Diesmal aber kam das langsam und schleichend. Denn genau in diesem Tempo haben sich ein paar Dinge in unserem Umgang miteinander verändert und sind heute an einem Stand, der mir fremd vorkommt. Es geht um die kleinen Dinge im täglichen Miteinander. Ich bin weißgott kein Benimmpapst, so weiß ich beim Essen allenfalls sicher, dass man das Besteck von aussen nach innen je Gang verwenden, die Gabel zum Mund führt und nicht andersherum, mit geschlossenem Mund kaut und so weiter. Aber ein paar Prinzipien habe ich darüberhinaus schon:
So finde ich es selbstverständlich, dass man z. B. auch an der Supermarktkasse zunächst freundlich Grüßt und dann mit Bitte/Danke weitermacht, wenn es um die weiteren Handgriffe geht. Auch beim Bestellen beim Bäcker tut doch ein “Ich hätte gerne [Hier bitte Bestellung von Teigwaren eintragen], bitte.” nicht weh, sondern gibt der Transaktion eine gewisse Würde. Sogar der Blankomat hat das drauf!
Was ist daraus geworden, dass man sich die Hand vor den Mund hält beim Gähnen? Ich halte nichts von offensiv dargebotenen Plombensammlungen und Mandelausstellungen. Hält man sich neuerdings nicht mehr die Tür auf, wenn man vor jemandem durch eine Tür geht und diese zurückschwingt? Und wenn am Bahnhof eine ältere Dame mit ihrem schweren Koffer vor der Treppe verzweifelt seufzend inne hält nimmt man ihr das gute Stück doch bitte ab und trägt es mit nach oben, oder? Von Anklopfen, Ausreden lassen, Platz anbieten, Pünktlichkeit, Sauberkeit etc. will ich gar nicht anfangen.
Bin ich der einzige, dem auffällt, dass der Umgang miteinander rauher geworden ist? Kommt das nur mir so vor? Bin ich da zu emfindlich? Was ist passiert? Sind wir in der Unterzahl?
Es war einmal kurz vor Mannheim im ICE: Durchsage sinngemäß ‘Aufgrund eines Blitzeinschlags kam es im Stellwerk zu einem Schaden, der die Weiterfahrt verhindert’. Gehört – getwittert. Kurz darauf kam ein @reply von 

Das WLAN am Stuttgarter Hauptbahnhof ist ja gaanz krass. Bis zu meinem Stuttgarter Schreibtisch sind es locker 700-800m! Da hat der Wind das WLAN wohl herübergeweht. ;-)






Man muss sich wirklich überlegen, wem gegenüber man erwähnt, dass man bloggt und twittert. Das kann mitunter wortreich werden. Denn wenn man mit Menschen spricht, die mit dem Thema Bloggen etc. nichts zu tun haben gerät man durch das Erklären des Twitterns nun vollkommen in den Verdacht, eine Vollklatsche zu haben.
Warum bloggt man eigentlich? Warum blogge ich eigentlich? Und ist Twittern die Steigerung von Bloggen?
Ich glaube, ich brauche einen persönlichen Reiseplan, den ich mir dann neben den Wecker lege. Und zwar immer dann, wenn mein Wecker eine Uhrzeit fiept, die sonst die morgentliche Tiefschlafphase einläutet. 4:50h war es am Mittwoch dieser Woche. Eine gefühlte Minute habe ich meinen Wecker fassungslos angestarrt und ihn eindringlich 































