Gesättigt versus ungesättigt

Posted 21 Mrz 2011 — by Karsten Sauer
Category Allgemein, Facebook, Twitter, Webwelt

Es ist immer wieder erstaunlich: Manche Menschen scheinen prädestiniert für Twitter und Co. – und anderen läge nichts ferner, als sich auf diesen Plattformen auszutauschen. Erstere blühen im vermeintlichem Banalitäten-Geschnatter auf, zweitere finden es bestenfalls befremdlich. Dazwischen ist die Luft dünn.

Reflexartig mag man jetzt die alte Mär von „Digital Native vs. Immigrant“ herauskramen oder meinetwegen den deutlich plausibleren Ansatz „Visitor vs. Resident“. Aber auch diese Unterscheidung trifft es nicht. Persönlich bin ich mittlerweile zu der Einschätzung gekommen, dass die Sättigung mit sozialen Beziehungen entscheidend ist.

Ich skizziere die beiden Extreme mal eben: Read More

Vertrauen ist gut. Punkt.

Posted 26 Jan 2011 — by Karsten Sauer
Category Allgemein, Apple, Österreich, Vorarlberg, Webwelt

Happy sitze ich hier, habe mein Macbook auf dem Schoß uns denke schmunzelnd über den Beschaffungsvorgang dieses Prachtstücks nach und kann nicht anders, als die Story mit euch zu teilen. Einige von euch, die mit auf Twitter folgen hatten es schon mitbekommen: Ich wollte ein Macbook Pro. Wochenlang habe ich gehadert, ob es wirklich brauche und welchen Preis ich bereit bin, dafür auszugeben.

Ihr hättet die Excel-Sheet sehen sollen, die ich zur Gegenüberstellung der unterschiedlichen Angebote angefertigt habe. Was da alles gegenüber gestellt werden musste: Firmenrabatt, Amazon, Family&Friends-Programm…

Der entscheidende Hinweis kam per Twitter durch Thorsten Maue (@tmmd). Für €899 sei das gute Stück bei jedem Saturn ab der folgenden Woche in Österreich erhältlich. Luftsprung Sauer. Luftsprung Ende wurde eingeleitet durch die Erkenntnis, dass der nächste Saturn in Innsbruck ist und ich nun mal weiter westlich mein zweites Zuhause habe, ausserhalb einer vernünftigen Reichweite zur nächsten Filiale. Was tun? Read More

Von Marktplätzen und Kissenbeilegern

Posted 01 Nov 2010 — by Karsten Sauer
Category Allgemein, iPhone, Nicht Twitter, pl0gbar, Twitter, Webwelt

Wenn wir uns auf einem öffentlichen Platz treffen und uns dort kennen lernen und austauschen, uns verbinden und vielleicht anfreunden dann ist das etwas Großartiges! Aber es ist nur der Anfang. Öffentliche Plätze sind Twitter, sind Blogs, sind Foren – alles was frei zugänglich ist. Etwas geschlossener wird es auf Plattformen, bei denen ein beidseitiges Einverständnis Basis für eine Verknüpfung ist, sei es XING, Facebook oder die vielen Wannabe-Dienste in deren Windschatten.

Dort sind Briefkästen aufgestellt, in denen wir für den anderen etwas hinterlegen können. Zwar bekommen wir Benachrichtigungen, daß dort etwas für uns vorliegt – sei es eine an uns gerichtete Nachricht oder eine ‘Freundschaftsanfrage’. Der Austausch miteinander aber findet aber außer Haus auf diesen Marktplätzen statt, nicht bei mir zuhause. Das entspannt und macht offener. Read More

Mein eigener URL-Shortener

Posted 14 Mai 2010 — by Karsten Sauer
Category Nerd, Technik, Twitter, Webwelt

Es bleib nerdig, aber es hilft ja nichts! Für diejenigen, die mit einem URL-Shortener noch nichts zu tun hatten: Er wird verwendet, um eine lange/normale URL in einer kurze knackige umzuwandeln, damit sie bei bei Verwendungen bei denen es eine Zeichenbegrenzung gibt wertvollen Platz sparen. Aus der langen URL  http://www.sauerspace.com/starterkit kann man so http://bit.ly/HGYjK machen. Read More

Die vier Seiten eines Tweets

Posted 14 Feb 2010 — by Karsten Sauer
Category Allgemein, Bücher, Twitter, Webwelt

Es ist eine Weile her, da habe ich in einem Buch gelesen, in dem es um die Analyse von Kommunikation ging und bei dem das Modell der ‘Vier Seiten einer Nachricht’ betrachtet wurde. Mir fällt der Titel gerade nicht ein, aber ich liefere ihn nach und stelle ihn dann an das Ende dieses Posts. Als ich neulich so über ein paar Tweets in der jüngeren Vergangenheit nach dachte fiel mir dieses Modell wieder ein und ich betrachtete diese Tweets mit ganz anderen (geschärften) Augen.

Gerade die 140-Zeichen-Begrenzung bei Twitter macht diese Betrachtung so interessant, da trotz der Kürze eines Tweets  immer alle 4 Seiten übertragen werden- gerade aufgrund der Kürze oft umso ausgeprägter! Und da meines Erachtens oft nur eine dieser Seiten (die Sachebene) bewusst bestückt werden finde ich es umso interessanter, was auf den anderen drei Ebenen passiert.

Was sind diese vier Seiten/Ebenen einer Nachricht in unserem Fall des Tweets? Read More

Facebook-Kontakte managen. Gar nicht so einfach.

Posted 10 Jan 2010 — by Karsten Sauer
Category Allgemein, Facebook, Twitter, Webwelt

Die Tage habe ich mir mal wieder Gedanken darum gemacht, wie ich meine Kontakte strukturieren, welche Informationen ich mit wem teilen möchte und sollte und bin auf der Baustelle Facebook angelangt.

Da ich allein zu keinem abschließendem Ergebnis kam habe ich folgende Frage in den Ring geworfen und einige interessante und hilfreiche Antworten bekommen:

Wie haltet ihr es eigentlich bei Facebook mit dem Akzeptieren von Freundschaftsanfragen?

Ich stehe vor der Fragestellung, ob ich entweder tatsächlich nur Personen connecte, die ich persönlich Kenne und mit denen ich darüber hinaus auch noch connected sein möchte (ist ja nicht selbstverständlich).

Oder nehme ich im Prinzip jede Kontaktanfrage an und schiebe entfernte, bzw. nicht persönlich bekannte oder gemochte dann in eine Liste, die ich von den meisten meiner Infos ausschließe?

Wie haltet ihr das?

(Originalpost mit interessanten Kommentaren siehe hier:
http://sauerstoff.posterous.com/wie-haltet-ihr-es-eigentlich-bei-facebook-mit)

Ich habe mich mittlerweile für letztere Variante entschieden. Es ist einfach so, dass diese Grenzziehung damit steht und fällt, was man auf Facebook veröffentlichen möchte. Wenn man dort nur Quizzes macht und ein paar Links postet kann man das sicher bedenkenlos mit der Gemeinde teilen. Read More

Formspring – find ich gut!

Posted 11 Dez 2009 — by Karsten Sauer
Category Allgemein, Twitter, Webwelt

Formspring_logo_smallEin neues Spaßwerkzeug wird derzeit durchs Dorf getrieben: Formspring. Ansatz? Simpel, drum so erfolgreich: Usern können beliebige Fragen gestellt werden, auf Wunsch anonym. Der Gefragte kann antworten – muss aber nicht. Involvementfaktor ähnlich hoch wie bei Twitter. Neu ist die anonyme Komponente. Die verleitet manche Frager, auch mal beleidigend an den Start zu gehen. Nun ja, so ist das wohl mit dem Verstecken hinter der Tastatur.

Ich bin recht offen und kontaktfreudig und seit ich mit Michael Sahnau das Buch FRA-MUC-FRA geschrieben habe in dem es sehr autobiografisch zugeht bin ich auch nicht übermäßig sparsam mit Persönlichem. Bisher hat es mir nicht geschaden sondern im Gegenteil viele nette Bekannte und ein paar Freunde eingebracht. So funktioniert das nun mal: Um an dem ganzen Social-Spaß teilzuhaben und auch etwas daraus zu gewinnen muss man auch geben. So einfach! Read More

RT – Twitter ändert wieder einmal die Spielregeln

Posted 19 Nov 2009 — by Karsten Sauer
Category Allgemein, Twitter, Webwelt

rtKinners, es ist doch immer das Selbe: Da nutzen wir tagein, tagaus ‘unser‘ Twitter. In Anführungs- strichen deshalb, weil jeder mit seiner eigenen Timeline, seiner eigenen Policy und seinem eigenen Stil sein eigenes Twitter ausprägt. Wir twittern regelmäßig, gewöhnen uns daran, tunen daran herum und BAMM - Twitter ändert einfach einen der Grundmechanismen. Ja, einer der in einer Graswurzelbewegung zum Standard gewachsen ist, aber letztlich ein Grundmechanismus: Das Retweeten, das Wiedergeben von Tweets anderer.

Vor ein paar Monaten haben sich viele von uns unsäglich über die Änderung aufgeregt, dass wir plötzlich @mentions (ehem. @replies) nur noch sehen, wenn wir den Urheber und dem Adressaten folgen. Großer Aufschrei! ‘Ändert das zurück!’ haben wir geschrien. Und? Nichts hat sich geändert. Ich war fast sicher, dass Twitter die Wahl zwischen den beiden Varianten per Settings erlaubt. Aber auch das kam nicht. Und heute? Keiner Kaum jemand spricht heute noch davon. Und ehrlich gesagt habe auch ich mich daran gewöhnt und finde es mittlerweile gar nicht mehr so schlimm. Es ist einfach: anders.

retweetUnd nun führt Twitter das Retweet-Feature ein, hat sich damit ein wenig der normativen Kraft des Faktischen gebeugt. Aber eben dem eigenen Verständnis folgend. Erstens sehe ich meinen selbst erzeugten RT in meiner Timeline nicht mehr. Gut – damit kann ich leben. Ich weiß ja, was ich getan habe. Was mich aber momentan mächtig stört ist, dass auf einmal wildfremde, durch meine Followings Retweetete Twitterer, in meiner Timeline auftauchen. Nichts gegen die Retweetenden und schon gar nicht gegen die Retweetenden, aber die bisherige Darreichungsform gefiel mir sehr gut. Ich pflege meine Timeline – gründlich! Und Twitter serviert mir auf einmal unvermittelt (oder im Wortsinne eben doch vermittelt) fremde Gesichter! Pah! Bin ich jetzt Reaktionär? Klar kann ich weiter Retweeten wie zuvor, aber eine der Varianten wird sich durchsetzen.

Je länger ich darüber nachdenke komme ich zu der Einschätzung (nicht Überzeugung!), dass wir uns auch daran gewöhnen werden. Zwar habe ich meine Feedback-Möglichkeit an Twitter in aller gebotenen sprachlichen Deutlichkeit umgehend genutzt, glaube aber nicht an eine Änderung. Oder wird der Aufschrei lauter sein, als bei der @mention-Änderung?

Was meint ihr?

Mobiledevcamp Munich 2009 #mdc09

Posted 01 Nov 2009 — by Karsten Sauer
Category Allgemein, Apple, iPhone, Technik, Webwelt

mdc09_120x240pxEine Veranstaltung soll man verbloggen, wenn die Eindrücke noch frisch sind. Und Eindrücke habe ich wieder einmal reichlich gesammelt!

Es war mein erstes BarCamp, das eine Spezialisierung hatte aber das erstreckte sich nur auf das Thema. Die positive und konstuktive Grundstimmung, die BarCamps ausmachen war auch in München deutlich zu spüren.

Ich war überrascht, wie vertraut ich mit dem Spezialthema ‘Mobile’ war. Scheinbar habe ich mich durch mein Begeisterung für Gadgets aller Art – vor allem mitnehmbare – latent auf dem Laufenden gehalten.

Die Location hatte amerikanischen Charme: Wir waren im deutschen Hauptquartier von Intel. Dank der hochpräzisen Navi mit dem iPhone bin ich erst einmal direkt daran vorbei gelaufen, aber zum Glück konnte mich Gerald dann schnell einsammeln. Danke noch einmal dafür!

Zu den Sessions, an denen ich teilgenommen habe:

Das iPhone als Mobile Enterprise Plattform? (Stefan Schuhmann)

Stefan hat sehr schön die Herausforderung dargestellt, eine geschäftliche Anwendung für das iPhone zu erstellen. Anhand weniger einfacher Use Cases hat er erläutert, auf welche Framework-Elemente man zurückgreifen und welche Fallstricke man beachten muss.

Key Learning: Wer eine App für das iPhone plant sollte – bevor er viel Geld in die Hand nimmt – erst einmal durch einen Experten prüfen lassen, welche Beschränkungen einem einen Strich durch die Rechnung machen könnten. Neu war mir, dass B2B-Apps nicht den Approval-Prozess durch Apple durchlaufen wie B2C-Anwendungen. Aber hier war man sich nicht ganz einig, wie es hierum tatsächlich bestellt ist.

Mobile Trends in Marketing und Kommunikation (Florian Bergmann)

Mit seiner ihm höchsteigenen Leichtigkeit hat @flobby aktuelle Trends aus aller Welt (vornehmlich US, UK und Japan) vorgestellt. Viele herrlich sinnlose Dinge waren dabei, die gute Lacher hervorbrachten, die sich aber wohl nicht weltweit in epischer Breite durchsetzen werden. Aber einige Ansätze waren dabei, die direkt von der Runde weitergesponnen und für durchaus zukunftstauglich erklärt wurden. Vielleicht fallen mir später noch ein paar Beispiele ein.

Buddycloud (Simon Tennant)

bcloudSimon hat Buddycloud vorgestellt, eine Location-based Anwendung, mit der Leute ortsbezogen Statusmeldungen abgeben könne, andere Leute treffen können und Themen-Channels anbieten können. So ganz ging das Thema nicht an mich heran, da wir in Deutschland mit Brightkite, Gowalla, HeyWAY, Latitude u.s.w. ohnehin schon überversorgt sind.

Die Verbreitung von Buddycloud ist allerdings auch abhängig von der Verbreitung von Symbian, wodurch sich Aktivitätsschwerpunkte in wie Ägypten, Fernost und Finnland herausbildeten.

Wie sieht deine Netbook-Killer-App aus? (Michael Hülskötter)

Diese Session hatte einen extrem hohen Unterhaltungswert. In jeweils 60 Sekunden konnte man seine Idee einer Killer-App für Netbooks vorstellen. Die Teilnehmer waren hochmotiviert, da es 2 Netbooks zu gewinnen gab. Die Jury hat sich den Nachmittag über beraten und am Abend die Preisverleihung vorgenommen. Die Übersicht über die vorgestellten Killer-Apps gibt es hier.

Mobile Bezahlsysteme in Deutschland und weltweit (Peter Wittmann, Fraunhofer Venture)

Peter hat vorgestellt wie sich das Thema mobile payment über die Jahre und die Regionen der Welt entwickelt hat. Allgemeines Fazit war, dass sich bei uns wohl erst mal nicht viel tun wird, da wir durch die Bezahlstrukturen in Deutschland eigentlich ausreichend versorgt sind und die Player, die sich hierfür einigen müssten zu groß und starr sind (Banken, Telekommunikationsunternehmen).

Mobile Bezahlsyteme haben sich vornehmlich dort durchgesetzt, wo ebendiese Strukturen nicht vorhanden waren, wie z.B. das Payment per SMS  in Afrika.

Ich bin zwar noch ein eine weitere Session (wegen Verschiebung der Session, die mich primär interessierte) geraten, habe aber dort kaum ein Wort verstanden, da es um Linux-Distributionen ging und das für mich eine Schicht zu technisch war.

Einen Überblick über die Sessions gibt es hier.

Mein Namenschild habe ich in gewohnter Manier wieder gleich eingesaut. Diesmal nicht mit Kaffee, sondern mit Tinte.

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Sehr schöner Sticker für das MacBook (gesehen bei @itisalive )schneewittchen_500:

Viele Preise gab es zu gewinnen

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Alles in allem: Ein kleines, feines, spezielles Camp, das gern noch den Sonntag hätte in Anspruch nehmen können! Nächstes mal gerne wieder! Großen Dank nochmal für die großartige Orga – und nicht nur für das Essen…

Beeindruckend

Posted 08 Okt 2009 — by Karsten Sauer
Category Allgemein, Facebook, Twitter, Webwelt, YouTube

Da bloggt man, twittert und setzt ab und zu einen Status bei Facebook und ist dabei in guter Gesellschaft. Wieviel aber INSGESAMT so gezwitschert und sich mitgeteilt wird, erschließt sich einem erst, wenn man sich z.B. diese Darstellung mal genauer anschaut – besser noch ein paar Minuten beobachtet und auf sich wirken lässt. Hammer!

Quelle: http://www.personalizemedia.com/garys-social-media-count/

Dass die Zahlen natürlich nicht in Echtzeit ermittelt werden ist klar, aber die Illustration des Zuwachses ist schon beeindruckend. Welche Zahl wundert euch am Meisten? Ich habe mich sehr über die hohe Zahl an versendeten SMS gewundert und die Höhe des Betrags, die für digitale Güter ausgegeben wird.

Der DBLocator

Posted 15 Sep 2009 — by Karsten Sauer
Category Allgemein, iPhone, Reisen, Technik, Twitter, Webwelt, Zug

Es war einmal kurz vor Mannheim im ICE: Durchsage sinngemäß ‘Aufgrund eines Blitzeinschlags kam es im Stellwerk zu einem Schaden, der die Weiterfahrt verhindert’. Gehört – getwittert. Kurz darauf kam ein @reply von @fachatc mit der Aussage ‘Da sitzt ihr wohl im selben Zug, der @sauerstoff und der @loebel!‘. Jemand, der uns beiden folgt hat uns quasi miteinander bekannt gemacht, da der andere aus dem selben Zug getwittert hat.

Ich bin darauf hin durch den Zug marschiert und habe mit der Info, dass der absendende Client Tweetdeck war nach der typischen mehrspaltigen App auf den anwesenden Notebooks geschaut. Und siehe da: Da saß er dann auch, der @loebel! Kleines Schwätzchen, netter Plausch – so soll es sein!

Cool, dass sowas funktioniert, aber noch cooler wäre doch, wenn das systemisch funktionieren würde. Und es tut! Seit kurzem gibt es den DBLocator. Read More

Schöne neue Welt

Posted 21 Jul 2009 — by Karsten Sauer
Category Allgemein, Webwelt

hmmHeute morgen gab es gleich 2 Nachrichten, die mich sehr nachdenklich gemacht haben.

Zum einen die Kommentar-Katastrophe im Vodafone-Blog, die Tapio sehr schön zusammengefasst hat, hierbei den Begriff ‘Astrosurfing‘ gelernt. (Update: Gerade darauf aufmerksam gemacht worden, dass es ‘Astroturfing’ heißt. Schade, ich fand das mit dem Sternensurfer viel blumiger) Diese Aktion hat mir einmal mehr bewusst gemacht, dass das Internet in all seiner Offenheit eben auch Platz für bösartige Menschen bietet und ihnen darüberhinaus ganz neue Möglichkeiten zum Anrichten von Schaden bietet. Sicher hat sich Vodafone mit seiner Kampagne bewusst der Kritik insbesondere der Internet-Gemeinde (wie sie immer so schön genannt wird) ausgesetzt, aber die scheinbar von den Schädlingen angewandte Methode ist perfide, einfach unter aller Sau! Und dagegen wehren kann man sich auch nur bedingt. Der guten Ordnung halber muss ich das ‘scheinbar’ noch einmal betonen, denn bewiesen ist nichts – was leider auch mit den Eigenarten des Internets zu erklären ist. Read More

Inhaltsregeln auf Twitter? Pah!

Posted 10 Jul 2009 — by Karsten Sauer
Category Twitter, Webwelt

pahHeute morgen bin ich einmal wieder über eine Aussage bzgl. Twitter gestolpert, bei der ich mein mittlerweile liebgewonnenes ‘Pah!’ ausrufen musste. Sinngemäß wurde die Formulierung verwendet ‘… ist nicht, wofür Twitter gedacht ist…’.

Leute, hat denn der letzte noch nicht begriffen, dass Twitter keinem über das Austauschen von Kurznachrichten hinausgehenden Zweck ‘gedacht’ ist? WIR machen Twitter. Twitter entwickelt sich in die Richtung, in die es seine User fordern und annehmen. Klar gibt es Kontroversen, wie zuletzt bezüglich der Änderung in der Anzeige von @replies. Aber alles andere entwickeln letztlich wir, die Twitterer. Read More

Blau

Posted 07 Jul 2009 — by Karsten Sauer
Category Allgemein, iPhone, Twitter, Webwelt

blau

Für wen ist HeyWAY sinnvoll?

Posted 24 Jun 2009 — by Karsten Sauer
Category Allgemein, Frankfurt, iPhone, Stuttgart, Webwelt, Zug

heyway-iconHmm. Ich habe noch einmal über HeyWAY nachgedacht. Das mit dem Pushen ist ja nett und hält in einem albernen Moment auch mal für einen guten Scherz her (Weckrufe um kurz nach Sechs – die betroffenen wissen schon bescheid), aber für wen taugt denn das wirklich? Doch nur Gruppen, die ausreichend viele Schnittpunkte in ihrem Bewegungsmuster haben, oder?

So bin ich über HeyWAY mit ein paar Leuten connected, die sich in der Regel innerhalb einer Stadt (z.B. Göppingen) bewegen, die ich fast nie betrete, allenfalls durchreise. Sollte wohl öfters aussteigen. Und auf den Strecken, auf denen ich mich so in der Regel bewege habe ich (noch) keinen HeyWAYer. Die Schnittmenge ist also denkbar klein.

Wie seht ihr das?

Hasi, where are you?

Posted 19 Jun 2009 — by Karsten Sauer
Category Allgemein, Frankfurt, Lindau, Reisen, Stuttgart, Twitter, Webwelt

location_lindauIch bin schon oft von Mitmenschen angesprochen worden, warum ich denn so viel über Twitter von mir preis gebe. Das ginge doch keinen was an. Und dass ich großherzig mit der Information umgehe, wo ich mich nun gerade befinde befremdet diese Menschen noch mehr. Ab einer gewissen Anzahl skeptischer Blicke überdenke ich so etwas dann gern selbst noch mal. Gesagt, gedacht und komme zum selben Ergebnis wie zuvor:

1. Was ich twittere, ist sehr bewusst gewählt. Wer glaubt, mich aufgrund meiner Tweets persönlich zu kennen, der irrt. Ich habe eine recht genaue Grenzziehung bei den Inhalten meiner Tweets. Und die Ausnahmen, die ich dabei mache sind wohlüberlegt und dienen mir zum Lernen, wie das Miteinander im Netz zwischenmenschlich funktioniert.

2. Meinen Aufenthaltsort zu veröffentlichen hat m.E. erst einmal nur Vorteile. Follower haben eine recht genau Vorstellung, wann ich mich wo herumtreibe und so entstehen zum Teil recht witzige, wenn man so sagen will Location-based-Konversationen bis hin zu spontanen Tweet-ups. Und Letzteres macht die Offenheit was meinen Aufenthaltsort betrifft so interessant. Ich freue mich immer wieder, meine digitalen Bekannten und Freunde im echten Leben zu treffen. Das macht es erst richtig spannend! Drum mag ich z.B. die pl0gbars so gern.

Gestern habe ich z.B. @oliverg zufällig am Hbf in Stuttgart getroffen und wir sind gemeinsam unter unablässigem Geek-Geschnatter bis Ulm gereist, wo sich unsere Wege leider schon trennten. Schöne Aktion, aber wieviel netter wäre es noch, wenn man diese Zusammenkünfte gezielt herbeiführen könnte? Sicher, es gab schon viele Ansätze von Dopplr über Brightkite, aber worauf ich heute aufmerksam gemacht wurde und als manischer Adopter gleich installiert habe könnte wirklich den nächsten Schritt bringen: Hey Where are You. Mal schauen, wie es sich angeht. Ihr findet mich dort unter mail[ätt]sauerspace[dott]com

Ina mit KeuleDas einzige Risiko, das ich dabei sehe ist zum einen eines Tages von einer Stalkerin aufgelautert zu werden, was bei meinem vorbildlichen Lebenswandel und meinem reinen Herz fast ausgeschlossen ist und zum anderen, dass mich Ina aka @bumgirl irgendwann am Frankfurter Hauptbahnhof abpasst, um mir die Sammelrechnung für mein #offenbashing mit dem Baseballschläger zu servieren.  Die Eintrittswahrscheinlichkeit für letzteres halte ich übrigens für deutlich höher als für ersteres. Und da Ina eine ganz eine liebe ist, ahnt ihr wie gering ich die Risiken von HeyWAY und co. einschätze.

In diesem Sinne. Meet you there!