Twittern…

So, seit Mai twittere ich und finde endlich mal die Gelegenheit, mich über das Twittern auszulassen. Und nachdem ich ich durch Twitter kaum noch zum Bloggen komme versuche ich mal, die beiden Welten mit einem ausführlicheren Post zu versöhnen. Ist da was zu versöhnen? Ich glaube schon. Denn die 140-Zeichen-Begrenzung bei Twitter (die manche durch laange Serien von Tweets aushebeln) lassen ja keine große inhaltliche Tiefe zu. Aber man trainiert so wenigstens, sich auf den Punkt auszudrücken. Andererseits sind diese 140-Zeichen schnell geschrieben und so staut sich kaum mal was an, was man sonst in ein Blogpost gepackt hätte.

Unterhalten und unterhalten werden
Für die, die nicht bei Twitter sind: Twitter ist im Prinzip Unterhalten und unterhalten werden – und das mit kleinen Nachrichten, die maximal 140 Zeichen lang sind. Eigentlich war es wohl mal angedacht, Freunde und Familie so in einen regeren Kontakt zu bringen. Im Endeffekt kenne ich die wenigsten, denen ich folge, persönlich.  Es ist eher wie ein virtueller Stammtisch bei denen alle durcheinanderplappert und ab und zu aufeinander eingehen und sich dann ggf. per direct messages direkt unterhalten.

Zusammensetzung der Friends und Followers

Ich kann natürlich nur sagen, warum ich wem folge. Über die Gründe *mir* zu folgen kann ich nur spekulieren. Angefangen hat es mit denjenigen, die ich eh schon kannte, und die ich bei Twitter wiedergefunden habe. Die wiederum folgten da schon so einigen. Und dann fängt man an zu stöbern. Ich schaue die Tweets und die Verfolgten derer durch, denen ich auf den Fersen bin und deren Tweets mich gut unterhalten. Man klickt da interessanten @replies hinterher oder geht schlicht durch die Liste derer, denen jemand folgt. Klar? klar!

Sogar auf die liebe Verwandschaft stößt man da. Man darf sich später dann aber nicht wundern, dass sich einzelne Verfolgte untereinander kennen, denn die Wahrscheinlichkeit, dass man sie in deren gegenseitigen Folgerschaft gefunden hat ist ja recht groß. Ich fange spätestens an nach interessanten Leuten zu stöbern, wenn ich eine Unterversorgung mit neuen Tweets wittere. Die Information muss fließen! Man ist ja an einen gewissen Input gewöhnt.

Meine derzeit favorite Verfolgten: svensonsan matthiasrichel tapoililler lucahammer

Wenn mir jemand beginnt zu folgen, schaue ich mir die letzen Tweets desjenigen an und entscheide dann aus dem Bauch heraus, ob ich demjenigen folgen möchte. Nervig dabei sind Spam-Follower, die einem nur folgen, damit ihnen gefolgt wird. Das ist so ein Grundreflex: „Du folgst mir? Na, dann schaue ich mir Dich mal genauer an und folge Dir auch – zumindest eine Weile.“ Die Spam-Follower haben dann eine sehr offensichtliches Mißverhältnis aus Verfolgten und Folgern. Nämlich so.. hm.. in etwa 100:1. Ich weiß dann nie, ob die blocken soll oder nicht? Was hilft das Blocken denn? Lesen wird ein solcher Follower meine Tweets eh nicht. Allenfalls kann ich so meine Verfolger-Meute ‚real‘ halten und bewerte die Zahl nicht über, weil mir zusammen mit den Spam-Followern 10% mehr folgen würden. Warum reite ich eigentlich auf diesen Zahlen herum? Nun ja, man ist ja eitel und wertet jeden hinzugekommenen Follower als wachsendes Publikum, das man jetzt bitteschön umso geistreicher unterhalten sollte/kann.

Zum Ent-followen oder ‚leaven‘, wie Luca vorschlug reicht manchmal ein einzelner Tweet, der total daneben ist oder das Bild, das mich auf die Dauer stört. Dann sind es 2 Klicks und man hat sich von der Fährte desjenigen getrennt. Das ist für manche anscheinend ein Problem. Einer hat gar lauthals geschimpft, dass jemand sich von ihm abgewand hatte und er diesen nun ebenfalls ent-followt. Er sei ja keine ***** der jemandem hinterherlaufe, der nicht ihm wiederum folgt. Ist für mich nicht ganz nachvollziehbar. Sowas spricht eher für ein labiles Ego. Um herauszufinden, wie die Konstellation derer ist, denen man folgt, die einem widerum aber nicht folgen und andersherum und wo es auf Gegenseitigkeit beruht gibt es auf FriendOrFollow einen entsprechenden Service. Allein der Sanduhrersatz während das System arbeitet, ist einen Besuch wert.

In unregelmäßigen Abständen gehe ich meine komplette Verfolgtenliste durch und miste aus. Manchmal gehen einem die Tweets mancher ja nur unterschwellig auf den Keks, wenn man dann aber einmal bewusst die Liste durchgeht hat man das schnell bereinigt.

Drumherum
Und damit das ganze nicht nur bei Texten bleibt gibt es ja noch TwitPics. Mit dem Bildhochladen wird auch gleich der entsprechende Tweet erzeugt. Sehr nett. Spaßig sind auch die Hashtags. Eigentlich zum Verschlagworten von Tweets gedacht sind sie eher zum Stilmittel mutiert, um seinen Tweet mit einem oder zwei Worten zu garnieren.

So, und wenn das jetzt gleich online geht, wird erst mal ein entsprechender Tweet abgesetzt mit dem Hashtag #newblogpost

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