Formspring – find ich gut!

Formspring_logo_smallEin neues Spaßwerkzeug wird derzeit durchs Dorf getrieben: Formspring. Ansatz? Simpel, drum so erfolgreich: Usern können beliebige Fragen gestellt werden, auf Wunsch anonym. Der Gefragte kann antworten – muss aber nicht. Involvementfaktor ähnlich hoch wie bei Twitter. Neu ist die anonyme Komponente. Die verleitet manche Frager, auch mal beleidigend an den Start zu gehen. Nun ja, so ist das wohl mit dem Verstecken hinter der Tastatur.

Ich bin recht offen und kontaktfreudig und seit ich mit Michael Sahnau das Buch FRA-MUC-FRA geschrieben habe in dem es sehr autobiografisch zugeht bin ich auch nicht übermäßig sparsam mit Persönlichem. Bisher hat es mir nicht geschaden sondern im Gegenteil viele nette Bekannte und ein paar Freunde eingebracht. So funktioniert das nun mal: Um an dem ganzen Social-Spaß teilzuhaben und auch etwas daraus zu gewinnen muss man auch geben. So einfach!

Die Begebenheit, die mich zum Schmunzeln bringt teile ich mit hunderten anderen, dafür bekomme ich im Gegenzug hunderte solche Momente zurück. Das ist für mir das Geben und Nehmen im Social Web. Bei Formspring ist mir Narzissmus vorgeworfen worden – anonym versteht sich. Ja, ein Stückchen davon haben wir aber sicher alle an Bord, die bloggen, twittern und bei anderen Plattformen Content einbringen und sich somit selbst präsentieren. Und der ist m. E. auch ein latenter Treiber dafür, dass solche Plattformen erfolgreich sind. Und solange ich Spaß daran habe mache ich auch so weiter.

Dass in meiner Twitter-Timeline seit ein paar Tagen immer wieder gehäuft automatisierte Formspring-Posts auftauchen stört mich persönlich nicht im Geringsten! Ich bin an den wenigen, denen ich folge recht interessiert und finde jede Gelegenheit klasse, mehr über sie zu erfahren. Aber da ich damit wohl einer Minderheit angehöre habe ich das Durchposten zu Twitter bei mir mal abgestellt. Das aktiviere ich dann nur noch bei Antworten, die ich quasi auch getwittert hätte.

Nun denn: Fragt mich!

Schreibe einen Kommentar