Projekt ‚Liniensprung‘

Mich juckt es immer wieder in den Fingern, ein Nachfolgewerk von FRA-MUC-FRA zu schreiben. Einfach, weil das Schreiben ansich ein wunderbarer produktiver Vorgang ist.  Und das Abliefern des fertigen Werks ist einfach ein tolles Gefühl!

Eine Idee hatte ich dazu auch schon. Nix spektakuläres, aber da es ein Nachfolgewerk werden könnte befasst es sich natürlich mit dem Leben nach der Beratung, dem Spung in die Linie. Denn die Arbeit in einer Linienorganisation unterscheidet sich schon sehr vom Beraterleben.  Auf den ersten Blick wird wird es ruhiger, aber m. E. verlagern sich nur die Herausforderungen.

Bevor ich hier meine eigenen Beobachtungen aufzähle richte ich die Frage mal an die Ex-Berater unter euch:

Was waren oder sind für euch die wichtigsten Änderungen und Herausforderungen nach einem Wechsel in die Linienorganisation?

Lasst euch gern in den Kommentaren aus, denn das bringt auch andere auf Ideen, gern aber auch per Mail an mail@sauerspace.com!

Update 20.8.2010:
Ich seh schon – ihr tut euch schwer. Dann will ich mal anfangen:

Da wäre z. B. das Thema Facetime mit dem Chef. Als Berater war man täglich vom Projektteam und Mitarbeitern des Kunden umgeben, wobei für einen selbst nur die Hierarchie im eigenen Projektteam relevant war und Mitarbeiter des Kunden je nach Aufgabenstellung eingebunden wurden. Meinen eigenen Chef habe ich nur alle paar Wochen zu Gesicht bekommen. In der Linie sieht man seinen Vorgesetzen mitunter täglich – ein großer Unterschied wie ich finde, denn die reine zielorientierte Führung wird ergänzt um den Eindruck, den der Chef von meiner täglichen Arbeit gewinnt. Und das sind zwei Paar gänzlich unterschiedliche Schuhe.

Oder das Verhältnis zu den eigenen Kollegen. In der Beratung wird mal projektweise zusammengewürfelt und hat wechselnde Mannschaften, oft aber auch einen harten Kern mit wechselnden Flügelspielern. In der Linie hat man es fix mit Menschen zu tun, von denen man weiß, dass man mitunter Jahre mit ihnen auskommen muss. Das hat mich z. B. anfangs möchtig verkrampfen lassen, weil ich mir darüber zuvor gar keine Gedanken gemacht habe und der Habitus untereinander in der Beratung nunja – doch ein wenig anders ist, als man es von einer Linienorganisation kennt.

Bild: DHeuer

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